Prostitution in der Altstadt Klagen über aufdringliche Prostituierte in Bern

Seit letztem Sommer schaffen ausländische Frauen vermehrt in der unteren Altstadt an. Die Polizei hat reagiert – doch noch immer fühlen sich Anwohner belästigt.

Laube in der Berner Altstadt Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Noch immer bieten sich Frauen in den Berner Altstadtgassen für Sex an – manchmal sehr aufdringlich. Keystone

Im Sommer 2016 ging die Kontaktbar «Tübeli» zu – seitdem mehren sich die Klagen über aufdringliche Frauen, welche nach Freier ausschauhalten. «Ich, meine Mieter und Kunden der Altstadtgeschäfte werden belästigt», sagt Peter Christener gegenüber Radio SRF. Er besitzt in der unteren Altstadt mehrere Liegenschaften. Er sorgt sich, dass die Altstadt an Attraktivität verliert, weil die Kunden die Geschäfte vermehrt meiden.

«  Die Altstadt verliert an Attraktivität. »

Peter Christener
Liegenschaftsbesitzer

Den Stadtbehörden ist das Problem bekannt. Die Polizei hat letztes Jahr vermehrt Kontrollen durchgeführt. «Doch noch immer gibt es Frauen, die stören», sagt Peter Christener. Der Stadtberner Polizeiinspektor Alexander Ottt sieht es anders. Die Situation habe sich im Vergleich zu letztem Sommer und Herbst deutlich beruhigt. «Viele Frauen meiden die Stadt Bern», so Ott. Er verneint jedoch nicht, dass es noch immer Frauen gibt, die in den Altstadtgassen anschaffen. Das sei aber auch nicht verboten, so lange sie sich ans Prostitutionsgesetz halten.

Nicht mehr in Bern

Polizeiinspektor Alexander Ott vermutet, dass viele Frauen nach Biel abgewandert sind. Er hält es auch für möglich, dass bei wärmeren Wetter wieder mehr Frauen in Bern anschaffen werden – und Klagen über aufdringliche oder gar aggressive Prostituierte zunehmen. «Wir werden gegebenenfalls reagieren und mehr Kontrollen durchführen.»