Kollision: Testbetrieb mit führerlosen Postautos unterbrochen

Der Versuch mit selbst fahrenden Mini-Postautos in Sitten ist wegen eines Zusammenstosses sistiert worden. Verletzt wurde niemand. Die Ursache wird untersucht.

Ein Mini-Postauto auf einer Brücke. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hier noch unversehrt – der gelbe «Flitzer», der gemächlich und vor allem ohne Fahrer durch das Städtchen rollte. Keystone

Ein Smart-Shuttle ohne Chauffeur touchierte am Mittwoch im Zentrum des Walliser Hauptortes Sitten die offene Heckklappe eines abgestellten Lieferwagens. Dabei ging ein Fensterglas auf der linken Seite des Minibusses zu Bruch, und die Heckklappe des Lieferwagens wurde leicht beschädigt.

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Versuch bis 2017

Die Smart-Shuttles verkehrten seit diesem Sommer von Dienstag bis Sonntag jeweils am Nachmittag. Bis zum Ende des Testbetriebs im Oktober 2017 wollte PostAuto mit den Partnern den Betrieb der autonomen Shuttles laufend weiter entwickeln und Alltagserfahrungen sammeln.

Im Fahrzeug befanden sich drei Personen, verletzt wurde niemand. Der Smart-Shuttle war laut Mitteilung im autonomen Modus unterwegs und wurde wie stets von einer instruierenden Begleitperson überwacht. Der Shuttle fährt maximal 20 Kilometer pro Stunde und transportiert bis zu elf Passagiere.

PostAuto Schweiz hat entschieden, den Testbetrieb einzustellen, bis die Ursachen klar sind und allfällig notwendige Massnahmen umgesetzt sind. Die Projektverantwortlichen und die Fahrzeuglieferanten seien zurzeit intensiv daran, die Gründe für den Vorfall zu analysieren. Der leicht beschädigte Smart-Shuttle wurde in die Garage gebracht.

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Selbstfahrende Postautos - eine Schweizer Premiere

4:08 min, aus Schweiz aktuell vom 23.6.2016