Kurzarbeit bei Cartier in Villars-sur-Glâne

Die 230 Mitarbeiter des Uhrenherstellers müssen ab November drei Tage in der Woche zu hause bleiben. Der Grund: zu wenige Uhren-Bestellungen.

Das Cartier-Werk in Villars: Eine gläserne Fabrikhalle auf einem grünen Feld. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dunkle Wolken ziehen auf: Ab November gilt bei Cartier in Villars-sur-Glâne Kurzarbeit. Keystone

Ab dem 1. November führt der Luxusuhren-Hersteller Cartier am Standort Villars-sur-Glâne neben Freiburg Kurzarbeit ein. Betroffen sind alle 230 Angestellten. «Jeder wird an drei Tagen pro Woche zu Hause bleiben müssen», sagt Katharina Baignières, Sprecherin von Cartier in der Zeitung «La Liberté».

Cartier begründet seinen Entscheid mit dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld: Die Nachfrage nach den Uhren sei gesunken.

Cartier gehört zur Richemont-Gruppe. Die Gruppe verbuchte 2013 über zwei Milliarden Euro Reingewinn. Nun braucht Cartier Hilfe. Der von der Meldung überraschte Freiburger Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen hat Verständnis. «Cartier gilt als unabhängige Einheit.» Er hoffe jedoch, dass die Unterstützung nachhaltig sei – und die Arbeitsplätze tatsächlich gerettet werden können.

Cartier beschäftigt an sechs Standorten in der Schweiz 1600 Angestellte. Betroffen von der Kurzarbeit ist nur der Standort Villars-sur-Glâne mit 230 Mitarbeitern.