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Lauberhorn-Rennen Ein Chalet nimmt den Zug

Für das Lauberhorn-Rennen müssen 1200 Tonnen Güter ins autofreie Wengen transportiert werden. Eine logistische Herausforderung für die Männer der Wengernalpbahn.

Legende: Video Wengneralpbahn-Lokführer Ueli Balmer zur Logistikherausforderung abspielen. Laufzeit 00:06 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.01.2019.

Dichtes Schneetreiben auf dem Bahnhof Lauterbrunnen. Im 5-Minuten-Takt fahren Lastwagen vor. WC-Papier, Getränke, Technik für die Bühnen oder Bio-Milch. Alles muss ins autofreie Wengen hoch. Sogar ein ganzes Chalet für das Festgelände auf dem Dorfplatz.

Schneeketten für den Gabelstapler

Peter Schneider und seine Männer sind gefordert. «Vor dem Verladen müssen wir erst Schnee schaufeln», erklärt der Chef des Güterverkehrs der Bahn. Und die Gabelstapler brauchen Schneeketten. Das führt zu Problemen. «Weil jetzt die Ketten drauf sind, kann das Kabel hier kaputt gehen und dann läuft der Stapler nicht mehr», sagt der Betriebsangestellte Stefan Rubi.

Legende: Video Wengernalpbahn-Angestellter: «Die Bretter müssen gut verladen sein» abspielen. Laufzeit 00:13 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.01.2019.

Das Verladen der langen Chalet-Teile aus Holz ist nicht einfach. Einerseits müssen die Teile auf die Bahnwaggons passen, andererseits «müssen wir sie gut festmachen, damit sie dann auf der steilen Strecke nicht wegrutschen», erklärt Stefan Rubi weiter.

Der Schnee verlangsamt das Verladen des Chalets. «Wir haben jetzt etwa eine Stunde Verspätung, aber das holen wir bis am Abend wieder auf», erklärt Peter Schneider mit einem verschmitzten Grinsen.

Legende: Video Peter Schneider von der Wengernalpbahn: «Wir sind verspätet» abspielen. Laufzeit 00:12 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.01.2019.

«Da musst du einfach Vertrauen haben»

Es ist so weit, einer der Güterzüge ist fertig beladen. Lokführer Ueli Balmer erhält über Funk das Ok zum Losfahren. Die Güterzüge der Wengernalpbahn sind für die Lokführer gewöhnungsbedürftig. Der Lokführer steht in der Lok am Ende des Zuges und fährt rückwärts. Vorne im Zug ist ein zweiter Angestellter, der ihn warnen kann. «Da musst du einfach Vertrauen haben, sonst geht nichts», sagt Balmer.

Der Schnee macht auch auf der Strecke Probleme. Via Funk erfährt Balmer, welche Weichen geputzt werden, wo ein Räumungsfahrzeug unterwegs ist. «Heute ist viel mehr Funk als sonst», sagt er.

Zahlen und Fakten zum Lauberhornrennen

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  • Das 89. Lauberhornrennen findet vom 18.-20. Januar 2019 statt.
  • Das Budget beläuft sich in diesem Jahr auf acht Millionen Franken.
  • Das Preisgeld beträgt pro Sieg (Alpine Kombination, Abfahrt, Slalom) 120'000 Franken.
  • Insgesamt sind 1817 Helfer im Einsatz (Samstag 1010 / Sonntag 807)
  • Die Ziel-Tribüne bietet 2400 Zuschauern Platz. Das Fassungsvermögen der Outdoor Arena Girmschbiel/Wengernalp beträgt 10'000 Plätze.
  • Akkreditiert sind über 400 Journalisten aus 17 Ländern.
  • Das Rennen wird in über 60 Staaten live übertragen.
  • Die Lauberhorn-Abfahrt ist die längste Abfahrt des Ski-Weltcups.

Weiter auf dem Elektrofahrzeug

Im Güterbahnhof in Wengen kommt der Zug zum Stehen. Erst ein kleiner Teil des Chalets ist jetzt oben. Die schweren, langen Holzteile werden auf ein kleines Elektrofahrzeug verladen. Auch hier sind die Männer gefordert. Bis die Ladung auf dem Fahrzeug fest gemacht ist, braucht es manchen Handgriff.

Schliesslich fährt das Elektroauto davon mit der schweren Ladung, Richtung Dorfplatz. Dort werden dann die Einzelteile für die Weltcup-Party zu einem Chalet zusammengebaut. Bis es soweit ist, müssen die Güterzüge der Wengernalpbahn aber noch mehrmals beladen werden.

(Schweiz aktuell, 19:00 Uhr)

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Völliger Verhältnisblödsinn, nur damit einige Profi(t)- bzw. Sp(r)itzensportler ihre Gesundheit gefährdend einen Berg hinunterrasen können und das Volk zu ihrem "Brot und Spiele Vergnügen" kommt. Statt dermassen viel (zum grossen Teil direkt oder indirekt (Zivilschutz, Armee) durch Steuergelder finanziert) in dieses "Big Business" zu stecken und würde man besser das Geld in den Breitensport investieren und versuchen die Passivsportler für den echten Aktiv- bzw. Gesundheitssport zu motivieren.
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