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Legende: Audio Warum Oberwalliser Firmen auf junge Italiener setzen abspielen. Laufzeit 05:03 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 05.09.2019.
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Lehrlinge aus dem Ausland Oberwalliser Firmen setzen vermehrt auf junge Italiener

Einheimische Betriebe bilden Grenzgänger aus, weil sich sonst kaum Nachwuchskräfte finden lassen. Das ist umstritten.

Das Oberwalliser Haustechnik-Unternehmen Lauber Iwisa bildet derzeit 28 Lehrlinge aus. Fünf von ihnen stammen aus der Region Domodossola. Mit den jungen Sanitärmonteuren und Spenglern habe man gute Erfahrungen gemacht, sagt der Geschäftsführer. Es seien loyale und sehr motivierte Mitarbeitende. Entstanden sind diese Engagements allerdings aus der Not heraus.

Es gibt zu wenig Oberwalliser, die unser Handwerk erlernen wollen. Deshalb akquirieren wir auch in Italien Nachwuchskräfte.
Autor: Sandro WerlenGeschäftsleiter Lauber Iwisa

Das Unternehmen setzt schon länger auf junge Italiener, in den letzten Jahren sind es aber zunehmend mehr geworden. Weil Berufsnachwuchs in der Region fehlt: Im Oberwallis können jedes Jahr rund 20 Prozent aller Lehrstellen nicht besetzt werden.

Auch Betriebe anderer Branchen bilden Grenzgänger aus. Das Phänomen gibt es bei den Kaminfegern und gemäss dem kantonalen Amt für Berufsbildung auch in der Lebensmittelindustrie und vereinzelt im Gastgewerbe.

Kanton hat wenig Freude

Die Behörden stehen diesem Phänomen allerdings skeptisch gegenüber. Denn die italienischen Lehrlinge werden im Tessin geschult. Pro Lehrjahr und Lehrling muss der Kanton Wallis dem Kanton Tessin 7800 Franken überweisen. Zusätzlich fehlen diese Lehrlinge dann in der Oberwalliser Berufsschule.

Wir haben weniger Lehrlinge in unseren Klassen und einen finanziellen Mehraufwand. Das ist problematisch.
Autor: Jodok KummerAdjunkt Walliser Dienststelle für Berufsbildung

Der Kanton hat deshalb damit begonnen, das Schulgeld auf die Betriebe abzuwälzen. Für Firmen wie Lauber Iwisa ist das allerdings kein Grund, auf junge Grenzgänger zu verzichten: Die Investition in diese Mitarbeiter sei gerechtfertigt und im Verhältnis zu anderen Kosten für die Rekrutierung von Lehrlingen kein grosser Betrag.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Kein Wunder: Ich fahre sehr oft in den Regionalzügen von Martigny Richtung Brig. Morgens und Abends sitzen nur Schüler und Studenten in den Zügen! Auch im Wallis sind schmutzige Hände bei den Jungen Leuten ungeliebt geworden. Wer einigermassen genügend gute Noten nach der obligatorischen Schule heimträgt, will in die Mittelschule und danach studieren! Wer ganz schlechte Abschluss-Qualifikationen mitbringt, landet oft schnell in der "sozialen Hängematte" und ist kaum gewillt diese zu verlassen!
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