Lehrplan 21 wird im Kanton Bern über sieben Jahre eingeführt

Die Einführungsphase ist von 2015 bis 2022 vorgesehen. Sie startet nächsten Herbst mit obligatorischen Startveranstaltungen für Schulleitungen und Lehrpersonen.

Eine Schulklasse, die Kinder sitzen an den Pulten und schreiben. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kindergärten und 1. bis 7. Klassen führen den neuen Lehrplan 2018 ein. Keystone

Mit dem Lehrplan 21 erhält die Deutschschweiz erstmals einen gemeinsamen Lehrplan für die Volksschule. Die bernische Erziehungsdirektion will diesen «nach einem klaren Fahrplan» einführen. Wie der Erziehungsdirektor Bernhard Pulver an einer Medienkonferenz sagte, sollen spätestens ab August 2022 alle Lehrerinnen und Lehrer ihren Unterricht umfassend auf den Lehrplan 21 ausgerichtet haben.

Bevor Erziehungsdirektor Bernhard Pulver den Lehrplan formell in Kraft setzt, wird noch der Grosse Rat im November 2015 über die damit verbundenen Kosten diskutieren können.

Im Budget 2016 und im Finanzplan 2017-2019 werden die Mehrkosten für Mehrlektionen ausgewiesen sein. Das betrifft namentlich die Fächer Deutsch, Mathematik und Informatik.

Der neue Lehrplan ist ein gemeinsames Projekt der 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone. Er gilt für die gesamte Volksschule - vom Kindergarten bis Ende des 9. Schuljahrs. Der Lehrplan 21 legt fest, über welche Kompetenzen jeder Schüler und jede Schülerin bis zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügen soll.

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