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Nächstes Jahr werden die Lehrpläne vermischt – geht das? Der Besuch in der Filière Bilingue
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 12.12.2019.
abspielen. Laufzeit 08:03 Minuten.
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Lehrplan-Mix an Bieler Schule Aus zwei mach eins

Als erste Primarschule synchronisiert die Schule «Filière Bilingue» in Biel den deutschen und französischen Lehrplan.

Wer in einer deutschschweizer Gemeinde in die Schule geht, ist dem Lehrplan 21 unterstellt. In einer französischsprachigen Gemeinde wird nach dem Plan d'études romand (PER) unterrichtet. Und wie funktioniert es in der zweisprachigen Schule «Filière Bilingue» in der zweisprachigen Stadt Biel?

Die Filière Bilingue

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Biels Filière Bilingue ist ein Pilotprojekt und funktioniert nach dem Prinzip der sogenannten reziproken Immersion. Das heisst, dass der Unterricht je zur Hälfte auf Deutsch und Französisch erteilt wird.

Die Klassen vom Kindergarten bis zur 6. Klasse bestehen aus insgesamt 330 deutsch-, französisch- und anderssprachigen Kindern.

45 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an der Filière Bilingue auf der Primarstufe. Sie unterrichten jeweils in ihrer Muttersprache als Lehrkräfte-Tandems.

Ab Herbst 2020 wird die Filière organisatorisch umgestellt. Ab diesem Zeitpunkt gilt auch auf der Primarstufe eine Stundentafel, welche Elemente des deutsch- und des französischsprachigen Lehrplans enthält.

Die Einführung des neuen Lehrplanmixes auf Primarstufe bedeutet vor allem, dass es nun die Fächer Deutsch und Französisch nicht mehr gibt – dafür das Fach Sprache, in dem Deutsch und Französisch abgewechselt werden. Die meisten weiteren Fächer werden in beiden Sprachen unterrichtet.

Schweizweit einzigartig

Biels Stadtregierung hat diese Anpassung der pädagogischen Organisation an seiner Sitzung von vergangener Woche beschlossen, wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte. Es handelt sich gemäss Bieler Angaben um ein schweizweit einzigartiges Konzept.

Die kantonale Erziehungsdirektion (ERZ) hat sie bewilligt, weil das System sie überzeugt habe, sagt der Vorsteher des zuständigen Amtes, Erwin Sommer auf Anfrage des Regionaljournals. Die Bewilligung sprach die ERZ im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Schulversuche aus. Der Lehrplanmix biete auf pädagogischer und auf administrativer Ebene mehr Flexibilität, so die Bieler Behörden.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Das Schweizer "Bildungs-Un-Wesen" mit den vielen "Kantönligeits-Systemen", ist unsinnig, da kompliziert, unübersichtlich, ein teurer "Wirrwarr" auf Kosten der SteuerzahlerInnen! Sinn machend, effektiv, da übersichtlich und enorm Kosten sparend = ein gesamtschweizerisches "Grund-Bildungs-System", auf welches die verschiedenen Sprachregionen aufbauen können. Wofür bezahlen wir die vielen "Bildungs-DirektorenInnen" eigentlich?
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