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Bern Freiburg Wallis Leitung und Stiftung streiten: Jugendheim «Schlössli Ins» geht zu

Das kantonale Jugendamt hat verfügt, dass der Betrieb des Kinder- und Jugendheims auf Anfang Juli eingestellt wird. Betroffen sind über 40 Kinder und Jugendliche.

Das Schlössli mit Park
Legende: Das Schlössli wird als Schulheim geschlossen. SRF

Mit dem Rücktritt der Heimleitung und des gesamten Vorstands der Erziehungs- und Bildungsstätte per Ende März seien die Betreuung und das Wohl der Kinder nicht mehr gewährleistet. Das schreibt das kantonale Jugendamt. Es hat darum entschieden, dass der Betrieb des Heims auf Ende des Schuljahres im Sommer 2014 eingestellt werden muss.

Es gebe einen tiefen Konflikt zwischen dem Präsidium der Stiftung Seiler und der Heimleitung einschliesslich Vorstand des Vereins Schlössli Ins. Der Streit entzündete sich an einer Neuausrichtung der bereits seit mehreren Jahrzehnten bestehenden und von der Gründerfamilie Seiler stark geprägten Institution. Diese orientiert sich an der Pädagogik Rudolf Steiners.

Trotz externer Mediation und weiterer Massnahmen hätten die Spannungen in der Institution nicht beigelegt werden können, schreibt das kantonale Jugendamt.

Bis zur Betriebseinstellung werde die Institution durch die jetzige Leitung geführt. Diese werde durch eine externe Fachperson unterstützt. Für die Kinder und Jugendlichen würden geeignete Nachfolgelösungen gesucht.

Das Schlössli Ins wurde 1953 von Ruth und Robert Seiler gegründet.

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45 Kommentare

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  • Kommentar von aisha Di Labio, luzern
    Also ich bin selber im schlössli und ich find es wirklich scheisse nur weil wie erwachsenen streit haben das wir darunter leiden müssen es si d etwa 80 erwachsene die nen neuen job suchen müssen und 40 kinder die ein neues zuhause finden müssen also ich persönlich finde es beschissen man ueli und lisa versöhnt euch!!!!
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  • Kommentar von Kurt Kunz, Bern
    Schade. Aber absehbar. In den letzten 60 Jahren hat sich viel verändert. Es sind andere Kinder und Jugendliche, welche befürftig sind, in der Regel keine Kriegswaisen oder solche, deren Grundbedürfnis nach Obdach und Nahrung nicht gegeben wäre. Heute versucht man - meist zu Recht - langdauernde stationäre Aufenthalte zu vermeiden. Die Fälle sind komplex und bedürfen viel know-how der Fachpersonen. Ein gutes Herz und viel Idealismus reichen nicht.
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    1. Antwort von Daniela Schneiter, Meyriez
      ich bin jedenfalls froh und glücklich,dass mein Kind in den letzten 5 Jahren die Schulzeit im Schlössli verbringen durfte und sowohl fachkompetent als auch mit einem gute Herz, ausserordentlichem Engagement und unermüdlichem Idealismus begleitet wurde. Ich bedaure die Schliessung ausserordentlich, und denke mir, dass es hier wohl in allen Bereichen nur Verlierer gibt
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  • Kommentar von Rohner Sibylle, Würenlingen
    Herr Seiler sie sind 71 und machen 40 Kindern traurig ja sogar sehr traurig . Ist ihnen das so egal ! Muss man mit 71 noch so machtbesessen sein. Was haben Sie gemacht das Lebenswerk der Eltern zerstört .Entschuldigung wenn ich das Sage , sie sind ein sehr Kranker Mensch .
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