Last-Minute-Börse Letzte Chance für Lehrstellensuchende

Hunderte junge Menschen im Kanton Bern haben noch keine Lehrstelle – und in ähnlichem Ausmass gibt es Lehrstellen, die noch nicht besetzt sind. Um sie zusammen zu bringen, organisiert das Lehrstellennetz Köniz sei drei Jahren eine Last-Minute-Börse.

«Lehrstellensuchende können hier Vertreterinnen und Vertreter von Lehrbetreiben treffen und ihre Bewerbungsunterlagen persönlich zeigen», sagt Michael Raaflaub, Geschäftsführer des Lehrstellennetzes, das den Anlass organisiert.

«  Im Frühjahr ist jedes einzelne neue Lehrverhältnis ein Erfolg. »

Michael Raaflaub
Geschäftsführer Lehrstellennetz Köniz

Rund 200 Lehrstellen werden in diesem Jahr angeboten, typischerweise aus handwerklich und technisch orientierten Berufen, aber auch kaufmännische und andere Lehrstellen sind im Angebot.

Aula mit Tischen und Stellwänden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lehrstellenbörse An der Last-Minute-Börse können sich Lehrstellensuchende bei Lehrbetrieben persönlich vorstellen. ZVG / Lehrstellennetz

Das Publikum sei jeweils vielfältig, sagt Michael Raaflaub. Zu den Bewerbern gehörten gute Schulabgängerinnen und -abgänger, die die Gymerprüfung nicht geschafft hätten. Es gebe solche, die sich zu lange erfolglos um ihre Traumlehrstelle bemüht hätten und jetzt noch eine Alternative suchten. Und natürlich habe es auch Leute, die ihre Bewerbung etwas schleifen gelassen hätten und nun an der Börse ihre letzte Chance packen wollten.

Jeweils rund 20 Stellen habe die Last-Minute-Börse in den letzten beiden Jahren vermitteln können. «Das tönt bescheiden», sagt Michael Raaflaub, «aber im Frühjahr ist jedes einzelne neue Lehrverhältnis ein Erfolg». Die Alternative sei die Abhängigkeit von einer staatlichen Institution und daran hätten weder die Jugendlichen noch die Öffentlichkeit ein Interesse.