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Bern Freiburg Wallis Lonza bezahlt Quecksilbersanierung im Wohnquartier

Der Industriekonzern Lonza ist nun doch bereit, die Sanierung der stark belasteten Böden im Wohngebiet Turtig vorzufinanzieren. In Raron ist man froh darüber.

Legende: Audio Lonza und Kanton Wallis arbeiten zusammen (23.01.2014) abspielen. Laufzeit 02:29 Minuten.
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Dieser Entscheid sei nicht als Schuldeingeständnis von Lonza zu verstehen, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Frage der Verantwortlichkeit werde derzeit vom Walliser Umweltdepartement untersucht.

Neben der Vorfinanzierung der Parzellen in der Wohnzone Turtig, die mit über 5mg Quecksilber pro Kilogramm Erde belastet sind, übernimmt die Lonza auch die Kosten für weitere Abklärungen zwischen Visp und Niedergesteln. Zudem wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, in der neben den beiden Staatsräten Jean-Michel Cina und Jaques Melly auch Lonza-Verwaltungsratspräsident Rolf Soiron Einsitz nimmt.

Gemeinde ist froh um das Entgegenkommen

Der Gemeindepräsident von Raron, zu dem das Wohngebiet Turtig gehört, ist positiv überrascht vom Vorgehen der Lonza. «Sie hat sicher einen ersten wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht», sagt Reinhard Imboden gegenüber Radio SRF. Allerdings bleibe weiterhin unklar, was mit all den Bodenbesitzern geschehe, die weniger stark belastete Böden hätten. Die Gemeinde will nun eine Arbeitsgruppe gründen, um die Interessen der Anwohner besser zu vertreten.

Das Walliser Umweltdepartement hatte die Bevölkerung vor zwei Wochen über das Ausmass der Umweltvergiftung informiert. Insgesamt sollen zwischen 1930 und Mitte der 1970-er Jahre 3,1 Tonnen Quecksilber über industrielle Abwässer der Lonza in den Grossgrundkanal gelangt sein.

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