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Nach den Schweinen kommen die Fische
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 02.06.2020.
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Lukrativer Nebenerwerb? Fischzucht auf dem Bauernhof

Fische statt Kühe: Immer mehr Bäuerinnen und Bauern wagen sich auf neues Terrain und züchten Fische. Lohnt sich das?

Einer, der es mit der Fischzucht versuchen will, ist Matthias Widmer. Der Bauer bewirtschaftet einen Hof in Heimiswil bei Burgdorf. Kühe hält er noch immer, doch nur noch ein paar. Den alten Kuhstall baut er mit seinem Vater um. «Es ist nicht einfach, loszulassen», sagt er. Doch: «Ich freue mich zu sehen, wie etwas Neues entsteht». Etwas Neues ist in diesem Fall eine Fischzucht im ehemaligen Kuhstall. Matthias Widmer sucht eine neue Einnahmequelle, von der nicht besonders rentablen Milchwirtschaft will er sich verabschieden.

Zuerst sind aber grosse Investitionen nötig: Gegen eine halbe Million Franken kann eine solche Fischzucht kosten. Zwölf Becken installiert der 34-Jährige. Zudem isoliert der Bauer und künftige Fischzüchter den ehemaligen Stall sehr gut, damit eine konstante Temperatur erreicht wird. Auch eine Lüftung und eine Heizung braucht es, damit Matthias Widmer künftig Zanderfilet ab Hof verkaufen kann.

Zu den hohen Investitionskosten kommen Betriebskosten; für Strom und Fischfutter. Wird die Rechnung aufgehen? Matthias Widmer zeigt sich optimistisch: «Es gibt zwar Schwierigkeiten, doch ich bin zuversichtlich.»

Fischzucht auf dem Hof: Was derzeit gilt

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Elf Berner Bauernbetriebe züchteten bis Ende 2019 Fische auf ihrem Hof. Von einem Hype kann nicht die Rede sein, dennoch besteht bei etlichen Bäuerinnen und Bauern ein Interesse an diesem Wirtschaftszweig. Die Bestimmungen sind aber streng.

Es braucht eine Bewilligung, die Bauern müssen sich ausbilden lassen und eine Prüfung bestehen. Zudem muss die Fischzucht auf dem Bauernhof ein Nebenerwerb sein. So will es das Bundesgesetz. Der Grund: Fische gelten in der Schweiz nicht als landwirtschaftliches Nutztier. Das könnte sich aber mit der Agrarreform ändern: Es gibt die politische Absicht, Fische als Nutztiere einzustufen. Damit kämen Bauern und Fischzüchterinnen in den Genuss von Direktzahlungen.

Schon erste Erfahrungen mit einer Fischzucht auf einem Bauernhof hat Markus Hugi aus dem bernischen Niederösch. Es sind nicht nur gute. Die Fischzucht lief harzig an: Im Stall stimmte die Temperatur nicht, es war zu feucht und es gab Probleme mit dem Sauerstoffgehalt im Wasser.

Es ist ein schwieriges Geschäft.
Autor: Markus HugiFischzüchter

Mittlerweile konnte der Berner Fischzüchter aber schon vier Mal Karpfen schlachten. Noch lohnt sich das Geschäft nicht. Markus Hugi ist aber überzeugt, dass seine Fischzucht eine Zukunft hat. «In zwei oder drei Jahren werde ich abschätzen können, ob wir dereinst schwarze Zahlen schreiben werden.»

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32/17:30 Uhr;

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