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Die Gäste kommen, doch übernachten sie auch?
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Mehr als 1 Million Gäste Wer kommt aufs Jungfraujoch – und wer profitiert?

Besucherrekord auf dem Jungfraujoch: Zum dritten Mal wurde die Millionenmarke geknackt. Nicht nur die Jungfraubahnen profitieren davon.

Von überall her kommen sie, die Touristinnen und Touristen, die auf das Jungfraujoch wollen: Amerika, Europa, aus der Schweiz, aber vor allem aus dem arabischen und asiatischen Raum.

Die Bilanz der Jungfraubahnen 2018

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1,067 Millionen Menschen sind 2018 auf das Jungfraujoch gereist. Das ist ein neuer Rekord. Die Millionen-Marke wurde zum dritten Mal geknackt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Gäste um 2,4 Prozent.

Auch bei den anderen Bahnen der Gesellschaft sind Höchstwerte erzielt worden. Die Grindelwald-Firstbahn erreichte ein Plus von knapp 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei der Harderbahn betrug das Plus 21 Prozent. Die Mürrenbahn konnte das Ergebnis um 9,8 Prozent steigern.

Schwieriger Saisonstart

Als «herausfordernd» bezeichnet die Jungfraubahn-Gruppe den Start in die neue Saison. Wenig Schnee und anhaltend warme Temperaturen machten den Betreibern der Jungfrau Ski Region zu schaffen. Vom Saisonstart bis zum 2. Januar 2019 registrierte die Jungfrau Ski Region 173'000 Besucher. Das entspricht einem Rückgang von 3,9 Prozent gegenüber der gleichen Periode vor einem Jahr.

Bereits vor vielen Jahren haben die Jungfraubahnen erkannt, dass sich mit asiatischen Touristen viel Geld verdienen lässt und seit dem konzentriert sich die Gesellschaft bei ihrem Marketing vor allem auf diese Region. «Wir haben seit 1997 ein eigenes Vertreternetz in allen wichtigen Destinationen in Asien. Die Leute machen dort Werbung für das Jungfraujoch», sagt Urs Kessler, Chef der Jungfraubahnen. Das zahle sich aus: «Heute können wir diese Früchte ernten.»

Wer kriegt sonst noch ein Stück vom Kuchen?

Die asiatischen Touristen besuchen das Jungfraujoch, schiessen dort ein Selfie, übernachten danach aber auch in Grindelwald. «Eine Studie zeigte, dass rund 80 Prozent hier in der Jungfrau-Region übernachten», so Stefan Grossniklaus, Präsident des Hotelierverbands Berner Oberland. Und deshalb seien die Hotels froh, dass die Jungfraubahnen so viele Leute anlocken.

Allerdings seien Gruppentouristen aus Asien nicht diejenigen, die dann gleich mehrere Nächte bleiben. «Das sind eher die aus dem arabischen Raum oder aus Europa.» Aber beklagen will sich Stefan Grossniklaus nicht: «Der perfekte Gast ist derjenige, der überhaupt kommt.» Und ein Anstieg der Besucher auf dem Jungfraujoch habe einen unmittelbaren Anstieg der Logiernächte zur Folge.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Erwin Jenni  (ej)
    Einfach wiederlich diese Geschichte, denn es geht den Betreibern, allen voran Herrn Kessler, nur um das liebe Geld. Alles andere wäre gelogen. Da interessiert es niemanden wie die Öko-Bilanz aussieht und der Verkauf der Heimat weiter voranschreitet. Den Touristen ist kein Vorwurf zu machen, denn sie wurden ja lange genug mit dem Slogan " Top of Europe" eingeimpft!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Wer mit einheimischen Kenner dieser "Jungfrau-Joch-Welt" spricht, erfährt auch die andere Seite: Was sich auf dem Joch, vorallem in den Massenabfertigungs-Restaurants und Souveniers-Angeboten abspiele, sei zu einer reinen "Fliessband-Abfertigung" abgewertet worden! Zudem könne sich ein einheimischer Tagestourist (oder vorallem eine 4-köpfige CH-Familie!) eine Reise zur höchsten Bahnstation Europas und deren Verpflegungs-Stätten finanziell gar nicht mehr leisten! Irgend einmal "chlöpfts" !
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    1. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      Eine vierköpfige Familie hat sich die Reise aufs Jungfraujoch auch früher nur schwerlich leisten können. Bitte keine trügerische Verherrlichung der Vergangenheit!
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  • Kommentar von Walter Mathys  (wmathy)
    Und wir als Einheimische können uns diese Reise gar nicht leisten!
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