Mehr Gewicht gegenüber der Stadt Freiburg

Vier Gemeinden in der Agglomeration Freiburg wollen fusionieren. Englisbourg wäre die viertgrösste Gemeinde im Kanton.

Am Sonntag entscheiden die Bürger von Givisiez, Granges-Paccot, Corminboeuf und Chésopelloz über eine Fusion. Rund 9'000 Einwohner hätte die neue Gemeinde.

«Nur mit einer Fusion können wir unser Wachstum bewältigen», ist Georges Bächler, Gemeindepräsident von Givisiez überzeugt. Die vier Agglogemeinden sind attraktiv für Neuzuzüger: tiefer Steuersatz, direkt an der Autobahn. Es gibt viel Industrie und Arbeitsplätze.

Fusion mit Stadt Freiburg verhindern

Carl-Alex Ridoré, Oberamtmann des Saanebezirks hat an der geplanten Fusion wenig Freude. «Ich bin für ein Grossfreiburg mit der Stadt». Freiburg brauche zwischen Bern und Lausanne ein starkes Zentrum. Englisbourg würde eine Grossfusion behindern, ist er überzeugt.

Im Nordwesten von Freiburg soll eine Grossgemeinde entstehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Nordwesten von Freiburg soll eine Grossgemeinde entstehen. Google Maps

Stadtpräsident Pierre-Alain Clément hofft gar, dass Englisbourg an der Urne scheitert:«Die Stadt steht immer mehr alleine mit ihren Problemen». Für Erika Schnyder, Gemeindepräsidentin der grössten Agglomerationsgemeinde Villars-sur-Glâne, muss ein Grossfreiburg in Etappen entstehen. Sie gibt aber auch zu verstehen. «Meine Gemeinde kann auch ohne Freiburg existieren».