Michael Frey: «Rückkehr ins Wankdorf war sehr emotional»

Der Stürmer Michael Frey ist zurück beim Berner Fussballclub Young Boys. Am Wochenende startet der Club mit ihm in die neue Saison. Der FC Thun hat erneut primär ein Ziel: den Ligaerhalt. Und der FC Sion mit Arthur Boka eine neue Attraktion.

Stürmer Michael auf dem Spielfeld. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zurück bei YB und hoch motiviert: Stürmer Michael Frey. Keystone

Die Fans haben Michael Frey verehrt. Er war ein junger Spieler aus der Region, ein talentierter Stürmer, der beim Heimclub Young Boys Karriere machte. Und er war sich nie zu schade für einen flotten Spruch oder eine Aktion, die zu reden gab. Doch dann war er plötzlich weg. 2014 verliess Frey die Berner Young Boys in Richtung Frankreich. Als 19-Jähriger unterschrieb er einen Vertrag bei Lille OSC. Doch glücklich wurde er dort nicht. Er war lange verletzt und kam selten zum Einsatz.

Via den FC Luzern kam er zurück nach Bern. «Es waren sehr viele Emotionen dabei, als ich wieder ins Stade de Suisse kam, Erinnerungen an früher», konstatiert Frey. «Aber die muss ich jetzt auslöschen. Ich will vorwärts schauen und voll Gas geben.»

«  Ich muss die Erinnerungen auslöschen und voll Gas geben. »

Michael Frey
YB-Rückkehrer

Seine Rückkehr begründet Frey nicht etwa mit seiner Verbundenheit zu den Young Boys, sondern mit der Stellung des Vereins. «YB ist der zweitgrösste Verein in der Schweiz, gleich hinter Basel. Das ist das Richtige für mich», sagt er.

Ein paar Dinge sind dem unterdessen 22-jährigen Fussballer geblieben. Frey geht nach wie vor Enten füttern, um sich zu abzulenken und runterzufahren. Und er malt in der Freizeit. «Seit meiner Rückkehr zu den Young Boys hatte ich zwar noch keine Zeit, um ein neues Bild anzufangen. Aber das kommt schon noch.»

«  Die Kontinuität im Umfeld ergibt ein gutes Klima für das Team. »

Markus Lüthi
Thun-Präsident

Thun-Präsident Markus Lüthi sagt, es bringe nichts, höhere Saisonziele auszugeben als den Ligaerhalt, sonst müsse man sich später nur rechtfertigen. Zudem sei es so, dass Thun von den finanziellen Mitteln und der geografischen Position her eher schwache Rahmenbedingungen habe. «Darum muss man realistisch bleiben.» Thun setze auf Kontinuität und Stabilität im Umfeld des Teams: «Dies scheint ein gutes Klima zu sein, damit Gutes gedeihen kann.»

Arthur Boka - eine neue Attraktion bei Sion

Der 33-jährige Ivorer Arthur Boka ist einer jener Spieler, auf den sich die Sportredaktion von Radio SRF besonders freut. Reporter Marco Nüssli ist sicher, dass «der kleine Mann seinen Biss nicht verloren hat» und auf der linken Seite kämpfen und rackern werde wie zu seinen besten Zeiten bei Stuttgart.

Sendung zu diesem Artikel