Möglicher Kompromiss bei den Berner Pensionskassen

Die Revision des Pensionskassengesetzes dürfte im Juni im Berner Kantonsparlament die Köpfe rauchen lassen. Nun versucht es die vorberatende Kommission mit einem Kompromiss.

Die vorbereitende Kommission ist für einen Wechsel zum Beitragsprimat und will die Bernische Pensionskasse (BPK) und die Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVK) innert 20 Jahren sanieren. Um den Primatwechsel für alle fair zu gestalten, soll der Kanton eine Übergangseinlage von 500 Mio. Franken leisten.

Unterschiedliche Ansichten haben Regierung und Kommission zur Kapitalisierung der Kassen. Der Regierungsrat spricht sich für eine Teilkapitalisierung mit einem Zieldeckungsgrad von 80 Prozent aus.
 
Weil die Kassen dabei nicht auf einen Deckungsgrad von 100 Prozent ausfinanziert würden, müssten das Personal und die Arbeitgeber voraussichtlich keine Sanierungsbeiträge leisten. Der Kanton müsste aber wohl über Jahrzehnte eine Staatsgarantie bieten.
 
Die Kommission möchte hingegen die beiden Kassen zunächst teilkapitalisieren und dann vollkapitalisieren. Sobald genügend Wertschwankungsreserven aufgebaut sind, würde dann auch die Staatsgarantie wegfallen.
 
Bei der Kommissionslösung müssten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmende mit Finanzierungsbeiträgen beteiligen.