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Munitionslager Mitholz Arbeitsgruppe hat erstmals getagt

Welche zusätzlichen Überwachungsmassnahmen nötig sind, will die Arbeitsgruppe Mitholz möglichst rasch klären.

Eine Fliegerbombe in einem Stollen.
Legende: Eine Fliegerbombe im ehemaligen Munitionslager in Mitholz. Das Munitionslager war 1947 teilweise in die Luft geflogen. Keystone
  • Die Arbeitsgruppe Mitholz untersucht die vom Berner Oberländer Armee-Munitionslager ausgehende Gefahr.
  • Sie hat diese Woche erstmals getagt und beschlossen, dass die Klärung weiterer nötiger Überwachungsmassnahmen erste Priorität hat.
  • Bei den weiteren Themen handelt es sich um Abklärungen zur Reduktion des Risikos, um technische Untersuchungen, um die Notfallorganisation sowie um rechtliche Aspekte.

Wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, VBS, am Donnerstag mitteilte, fiel dieser Beschluss bei der Bestimmung der Themenfelder, die in den nächsten Monaten durch Untergruppen zu bearbeiten sind.

Weshalb gibt es eine Arbeitsgruppe?

Der Bundesrat hatte die Bildung der Arbeitsgruppe beschlossen, nachdem klar geworden war, dass vom ehemaligen Armee-Munitionslager in Mitholz bei Kandersteg eine grössere Gefahr ausgeht als angenommen.

Das Munitionslager war 1947 teilweise in die Luft geflogen. Dabei kamen mehrere Menschen um. Heute befinden sich schätzungsweise immer noch rund 3500 Tonnen Munition mit mehreren hundert Tonnen Sprengstoff in den eingestürzten Anlageteilen und im Schuttkegel davor.

VBS-Vorsteher Guy Parmelin sagte den Bewohnern des Dorfs Mitholz Ende Juni, aufgrund eines Zwischenberichts einer Gruppe von externen und internen Experten seien Sofortmassnahmen für die Bevölkerung nicht nötig.

Apotheke weitgehend geräumt

Doch müsse die Truppenunterkunft in der Nähe des ehemaligen Munitionslagers und eine Armeeapotheke geräumt werden. Die Unterkunft ist nun geschlossen. Die Räumung der Apotheke steht kurz vor dem Abschluss. Der vollständige Bericht der Experten zur Risikobeurteilung wird Ende September vorliegen und dem Bundesrat auf den Tisch gelegt.

In der Arbeitsgruppe vertreten sind die Gemeinden Kandergrund und Kandersteg und vom Kanton Bern die Abteilungen Bevölkerungsschutz, Umweltsicherheit sowie das Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental. In der Arbeitsgruppe machen auch Vertreter des Bundesamts für Umwelt, des Bundesamts für Strassen, des Bundesamts für Verkehr, der Eidgenössischen Finanzverwaltung, der BLS Netz AG sowie des VBS mit.

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