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Bern Freiburg Wallis Muri sagt Nein zu einem strikten Einzonungsstopp

Eine Initiative verlangte einen Einzonungsstopp bis ins Jahr 2029. Dies war den Stimmberechtigten jedoch zu strikt. Knapp angenommen wurde hingegen ein Moratorium bis 2024, das jedoch vereinzelte Ausnahmen erlaubt.

Luftaufnahme von Muri
Legende: In der Gemeinde Muri dürfen nur noch vereinzelt Grünflächen eingezont werden. vistaplus.ch

Kein striktes Einzonungsmoratorium für Muri: Die Stimmberechtigten des Berner Vororts haben am Sonntag eine entsprechende Initiative abgelehnt. Knapp Ja sagten sie hingegen zu einem moderateren Gegenvorschlag der Gemeinde.

Dieser will bis 2024 grundsätzlich keine Landwirtschafts-, Bauernhof- und Grünzonen mehr einzonen, erlaubt aber Ausnahmen. Diese betreffen insbesondere das Gebiet Schürmatt, wo ein Landschaftspark in Kombination mit einem neuen Quartier entstehen soll.

Gleichzeitig verhindere der Gegenvorschlag aber die Entwicklung der Gemeinde weniger stark als die Initiative. Die Initianten des Volksbegehrens «grünBLEIBTgrün» verlangten ein strikteres Planungsmoratorium bis 2029. Insbesondere die Schürmatt sollte als Grünkammer erhalten bleiben. Muri dürfe nicht immer mehr verstädtern.

Gegen die Initiative wandte sich unter anderem auch ein überparteiliches Komitee namens «Zukunft Muri» dem sich unter anderem Mitglieder aus SP und FDP anschlossen. Die Stimmberechtigten lehnten am Sonntag die Initiative mit 2910 zu 2206 Stimmen ab. Mit 2524 zu 2451 Stimmen nahmen sie den Gegenvorschlag an, wie die Gemeinde mitteilte. Die Stimmbeteiligung lag bei 61,5 Prozent.