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Musikerin Christine Hasler «Eine anständige Portion Melancholie muss sein»

Jahrelang hat sie es vor sich hergeschoben. Jetzt ist «Lia Sells Fish» auf der Zielgeraden zu ihrem ersten Album.

Legende: Audio So klingt Christine Hasler alias «Lia Sells Fish» abspielen. Laufzeit 09:45 Minuten.
09:45 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 09.01.2019.

Irgendwann im Frühling soll es so weit sein. Dann endlich gibt Christine Hasler alias «Lia Sells Fish» ihr Debütalbum heraus. Obwohl sie bereits seit zehn Jahren auf den Bühnen Berns unterwegs ist und auch für Theaterproduktionen in Portugal, Mexiko und Deutschland Musik geschrieben hat, hat sie ihre ganz eigene Musik bisher nie gesammelt veröffentlicht.

Christine Hasler alias «Lia Sells Fish»

Christine Hasler alias «Lia Sells Fish»

Musikerin

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Die Solothurnerin studierte an der Hochschule der Künste in Bern Musik und Medienkunst und blieb danach der Stadt treu. Seit mehr als zehn Jahren ist sie allein und in wechselnder Besetzung auf Bühnen unterwegs. Nicht nur für Produktionen in Bern, sondern auch für Theaterstücke in Mexiko oder Portugal wurde sie bereits engagiert. Sie wird auf ihrem Debütalbum ergänzt von einer vierköpfigen Band. Die CD von «Lia Sells Fish» soll im April getauft werden.

SRF News: Was sind Sie für eine Musikerin?

Christine Hasler: Hui (überlegt lange). Eine vielseitige Musikerin. Eine «Alles-Musikerin». Nein, alles ist übertrieben – schwierige Frage…

Anders gefragt: Machen Sie lieber ihr eigenes Ding oder arbeiten Sie lieber im Auftrag von anderen und setzen deren Ideen um?

Ich würde sagen, dass ich eine eigene Art habe, Musik zu machen. Ich arbeite gerne für andere, aber halt immer mit sehr viel «Christine» in der Musik.

Eine grosse Portion Melancholie ist immer in meiner Musik.

Vor einer Produktion sage ich den Leuten immer: Egal wie glücklich ich den Sound schreiben möchte, es ist trotzdem immer eine grosse Portion Melancholie in der Musik.

Wie klingt Ihr Sound denn?

Die Musik lebt stark von meiner Stimme. Inzwischen lebt die Musik aber auch durch meine Band. Wir sind zusammen auf dem Weg, unseren eigenen Sound zu finden.

Ist bei Ihnen jetzt plötzlich das Bedürfnis gewachsen, doch ein eigenes Album herauszugeben – oder weshalb haben Sie das Projekt so lang hinausgezögert?

Das Bedürfnis, etwas Eigenes zu machen, war immer da. Und es war sehr anstrengend, damit zu leben, dass es noch nicht draussen ist und ich so lange brauche dafür. Es gab bereits mehrere Anläufe. Jetzt ist die Zeit reif.

Und was wäre jetzt, wenn doch noch jemand bei Ihnen anklopfen und sagen würde: «Wir brauchen dich für eine Theaterproduktion.» Würde die eigene CD dann wieder in einer Schublade verschwinden?

Oh nein. Ich glaube (holt tief Luft), dass mir jetzt dann gleich der Brustkorb platzt, wenn die CD nicht bald erscheint. Dieses Gefühl habe ich lange genug mit mir herumgetragen.

Ich will unbedingt wieder auf einer Bühne stehen.

Das Album muss jetzt einfach raus in die Welt. Keine Chance, dass das jetzt wieder in einer Schublade verschwindet. Das habe ich oft genug gemacht. Ich will unbedingt wieder auf einer Bühne stehen – als Livemusikerin, als Sängerin.

Das Gespräch führte Martina Koch.

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