Nach den Wahlen: Wohin geht der Kanton Bern?

Der Kanton Bern hat gewählt: die Regierung bleibt rot-grün, das Parlament bürgerlich. Vieles bleibt beim Alten - aber nicht alles.

Die Bürgerlichen habe im Kantonsparlament weiterhin die Mehrheit. Die einzelnen bürgerlichen Parteien - SVP, BDP, EDU und FDP - sind jedoch in Zukunft stärker aufeinander angewiesen: «Die vier Parteien brauchen einander, um eine Mehrheit zu erhalten», sagt SRF-Redaktor Jörg André. Er ist beim «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» zuständig für die Kantonspolitik.

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Bildlegende: Nach den Wahlen geht es weiter mit dem politischen Alltag. Keystone

Der bürgerliche Block ist seit den Wahlen vom Wochenende von 91 auf 85 Stimmen geschrumpft. Trotzdem: Die Bürgerlichen haben im Parlament weiterhin das Sagen. «Ob bei der Sparpolitik oder bei der Energiewende - Sie haben grosses Gewicht», sagt der SRF-Redaktor und können somit Entscheide der rot-grünen Regierung entscheidend verändern.

Rot-grün ist zwar in der Regierung: «Im Parlament müssen die Linken aber zuschauen, wie die Bürgerlichen das Steuer in den Händen halten», so SRF Redaktor Jörg André.

Auffallend sind auch die starken Verluste der BDP. «Die BDP ist mehr und mehr zu einer bürgerlichen Partei geworden», sagt Jörg André. Offenbar haben das viele Wähler nicht goutiert. Sie haben sich entweder für die GLP in der Mitte entschieden, oder unterstützen die SVP.