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Legende: Audio Deshalb gab es am 10. Februar ein Nein zum Berner Energiegesetz abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 12.07.2019.
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Nach Nein zum Energiegesetz Kanton Bern fördert Ersatz von Ölheizungen

Die Regierung setzt auf Sofortmassnahmen und einen Runden Tisch für neue Lösungen.

Bei den Sofortmassnahmen will die Berner Regierung den Ersatz von Ölheizungen mit mindestens 10'000 Franken fördern. Damit werden die heutigen Beiträge fast verdoppelt, wie die Berner Regierung am Freitag bekannt gab. Kompensiert wird die Aufstockung mit der Kürzung von Förderbeiträgen für die Sanierung von Gebäuden, die weiterhin mit Öl beheizt werden.

Als weitere Sofortmassnahme beteiligt sich der Kanton an den Kosten von öffentlich zugänglichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge von Unternehmen. Diese Massnahmen könnten im Rahmen des Budgets und der heutigen Gesetzesgrundlagen umgesetzt werden.

Runder Tisch für neue Vorlage

Für weitere Massnahmen lädt die Regierung im August Befürworterinnen und Gegner der am 10. Februar an der Urne knapp gescheiterten Vorlage zu einem Runden Tisch. Dabei sollen neue Lösungen für die Umsetzung der energiepolitischen Ziele diskutiert werden. Bis Ende Jahr soll in der Folge ein Plan mit Massnahmen für die Jahre 2020-2023 vorliegen.

«Kein Nein zur Energiepolitik»

Das Festhalten an einer klimafreundlichen Energiepolitik stützt die Regierung auf die Resultate einer Vox-Analyse zur Abstimmung vom 10. Februar. Gemäss einer Nachbefragung durch das Forschungsinstitut gfs.bern wünschen rund 70 Prozent der Stimmberechtigten eine neue Gesetzesvorlage.

Vorlage zu komplex?

Viele Stimmberechtige seien von der Vorlage überforderet gewesen. Das Nein zur Änderung des kantonalen Energiegesetzes sei nicht als Nein zur Energiepolitik des Kantons zu werten. Das Abstimmungsresultat fiel am 10. Februar äusserst knapp aus: nur rund 3000 Stimmen machten den Unterschied.

Die Regierung zeigte sich am Freitag überzeugt, dass breite Teile der Bevölkerung hinter den energiepolitischen Zielen stünden und Massnahmen gegen die Klimaerwärmung befürworteten.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Für einen Umbau auf Bodenheizung ist aber der Förderbeitrag des Kantons nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Alternativ müsste es eine Sole-WP sein, die kostet aber mit Erdsonde auch oft zu viel oder es trifft sich nicht mit der Zone wo Erdsonden erlaubt sind.
    Insgesamt scheint mir der Förder-Ansatz des Kantons unausgegoren zu sein. Dies schreibe ich obwohl mir selbst die Abkehr von den fossilen Energieträgern sehr wichtig ist.
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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Es ist fraglich ob es sinnvoll ist, unbesehen eine Oelheizung zu ersetzen. Wir werden diese Erfahrung machen, da dies bei uns nächstens passiert. Da bei Radiatoren eine Vorlauftemperatur von 60°C nötig ist, können Wärmepumpen ihre Stärke nicht voll ausspielen. Wir befürchten konkret eine massive Nebenkostensteigerung, weil die Luft-WP bei schlechtem Wirkungsgrad ein echter Stromfresser ist. Mal sehen, in einem Jahr wissen wir mehr. Solche Heizungen müssten auf Bodenheizung umgebaut werden.
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  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    So kann man sich eine verlorene Abstimmung auch schönreden. Wenn man dann nicht der herrschenden Energiedebatte anschliesst heisst es: viele Stimmbürger seien von der Vorlage überfordert gewesen. Das ist eine billige Herabsetzung der Abstimmungssieger.Die Stimmbürger wollten offensichtlich keine Zwangsmassnahmen und haben sich zu Recht vor den hohen Kosten gefürchtet. Breite Teile sind schon damals hinter der Vorlage gestanden aber sie hatten eben nicht die Mehrheit.
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