Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Bern Freiburg Wallis Neue Direktzahlungen fordern die Bauern heraus

Der Kanton Freiburg möchte innovative Bauern, die unabhängiger sind von Direktzahlungen. Weiter östlich leiden Emmentaler Bauern unter der neuen Agrarpolitik, derweil die Walliser Berglandwirtschaft zu den Gewinnern gehört. Was bringt die neue Agrarpolitik Bern, Freiburg und dem Wallis?

Auf dem Hof des Freiburger Bauernpräsidenten Fritz Glauser in Châtonnaye bei Romont. Mit 40 Hektaren ist sein Biohof doppelt so gross wie im Schweizer Durchschnitt. Doch der Generationenhof muss genügend abwerfen für ihn, seine Frau und seine beiden Söhne.

Glausers produzieren Milch für Gruyère-Käse und haben neu auch Weiderinder, die sie selbst vermarkten. Weiter verkaufen sie Obst auf dem Markt. Doch Fritz Glauser ist sich bewusst: All das reicht nicht. Nur wenn die Konsumenten korrekte Preise zahlten für Schweizer Produkte, könnten die Bauern überleben. Bei tiefen Preisen werde ein Verteilkampf geführt.

Die Letzten, also die Bauern, beissen bekanntlich die Hunde
Autor: Fritz GlauserPräsident des Freiburger Bauernverbands

Im Inforama Bäregg im Emmental: Standortleiter Ernst Flückiger hat wegen der neuen Agrarpolitik des Bundes alle Hände voll zu tun. Diese kommt für die Emmentaler Bauern einem Richtungswechsel gleich. Jahrelang haben sie auf dem üppigen Grasland Milch produziert.

Audio
Gespräch mit Ernst Flückiger (17.12.2014)
05:29 min
abspielen. Laufzeit 05:29 Minuten.

Weil die Direktzahlungen neu nicht mehr pro Tier, sondern pro Fläche ausbezahlt werden, gehen die Einkünfte der Emmentaler Landwirte zurück und sie gehören zu den Verlierern der neuen Agrarpolitik. «Viele rechnen mit Einbussen von rund 10 Prozent», sagt Flückiger. Im Vergleich entspreche dies einem Monatslohn eines Arbeitnehmers. «Stellen Sie sich vor, die Löhne in einer anderen Branche würden um 10 Prozent gesenkt - dies würde zu einer Krise führen.»

Ernst Flückiger rät den Bauern, ihren Betrieb, den Markt und ihre eigene Rolle als Landwirt und somit auch als Chef und Unternehmer genau zu analysieren. «Nicht jeder Landwirt ist als Unternehmer geeignet.»

Pro Arbeitskraft fehlt ein Monatslohn
Autor: Ernst FlückigerStandortleiter Inforama Emmental

Im Gespräch mit dem Walliser Landwirtschaftsdirektor Jean-Michel Cina: «Die neue Bundespolitik fördert die Biodiversität und die Erhaltung des Landschaftsbildes - das passt hervorragend zu unserer Berglandwirtschaft.» Das Wallis gehört zu den Gewinnern der neuen Agrarpolitik, auch wenn der grösste Teil der Wertschöpfung, der Früchte- und Gemüseanbau, nicht von Subventionen abhängig ist.

«Der Weinbau und der Früchte- und Gemüseanbau machen rund drei Viertel der Wertschöpfung der Walliser Landwirtschaft aus», so Cina. Hier gehe es darum, sich ideal auf dem Markt zu positionieren - zum Beispiel, indem verschiedene Aprikosensorten gepflanzt werden, die zu unterschiedlichen Zeiten auf den Markt kommen.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Escher , Wallis
    Rolf Michel, 1723 Marly /«Die neue Bundespolitik fördert die Biodiversität und die Erhaltung des Landschaftsbildes - das passt hervorragend zu unserer Berglandwirtschaft.» ( anm. Wallis). - haben Sie, vor ihrem Kommentar, den Text gelesen.. ? Gruss
  • Kommentar von Rolf Michel , 1723 Marly
    Wie wäre es, wenn jeder Bauer sich so verhält was er im wirtschaftlichen Sinne auch ist - ein Unternehmer, mit entsprechendem Tun und Handeln und nicht bloss ein bequemer Direktzahlungsempfänger (der auch noch jede Menge Ansprüche stellt)!
  • Kommentar von Peter Escher , Wallis
    oh je, das Wallis in positiven Schlagzeilen ...!!! ;-))