Neuer Beirat soll Bern als medizinischen Standort stärken

Eine Gruppe von Politikern, Wirtschaftsführern und Wissenschaftlern will die medizinische Fakultät der Universität Bern stärken. Sie sei ein zentraler Wert für die Wissenschaft und auch für die Wirtschaft in Bern.

Das Hochhaus des Berner Inselspitals. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Gruppe aus Politikern, Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern setzt sich für die Berner Spitzenmedizin ein. Keystone

Jetzt setzt sich ein Beirat für die medizinische Fakultät der Universität Bern ein. Die Gruppe von Politikern, Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern wollen die Bildung, Forschung und Innovation im Bereich Medizin fördern und die Spitzenmedizin in Bern sichern. Zudem wollen sich die Beiratsmitglieder für einen wettbewerbsfähigen Industriestandort Bern im Bereich der Biomedizin und der Medizinaltechnik einsetzen.

Das Fusionsprojekt Inselspital-Spital Netz Bern des bernischen Regierungsrats ist ganz nach dem Gusto des neuen Gremiums. «Der Beirat ist in wesentlichen Punkten auf der Linie des Regierungsrats», sagte BDP-Nationalrat Lorenz Hess bei der Präsentation des Beirats. Hess präsidiert diesen.

Es habe der medizinischen Fakultät an einem Gefäss gefehlt, um ausserhalb des Ämterwegs und als Ganzes gegen Aussen auftreten zu können, machte Daniel Candinas deutlich, Professor für Viszeralchirurgie an der Uni Bern. Häufig träten die Professoren wegen der Freiheit der universitären Forschung als Einzelpersonen gegen aussen auf.

Zentrum für Herztransplantation nicht das wichtigste Thema

Dass Bern in der Schweiz ein Zentrum für Herztransplantationen bleibt, ist zwar auch ein Ziel des Beirats. Es ist für die Gruppe aber nicht das wichtigste Thema. «Die Post geht heute anderswo ab, etwa bei den Kunstherzen», sagte Candinas.

Fast die Hälfte des Beirats besteht aus Professoren der Uni Bern. Darunter befinden sich der Dekan der Medizinischen Fakultät und der Rektor der Berner Hochschule. Zu den Politikerinnen und Politikern gehören etwa SVP-Nationalrat Rudolf Joder, FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen und SP-Grossrätin Margret Schär.