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Neuer Berner Literaturpreis Literatur im Sinne Kurt Martis

Peter Weibel gewinnt den mit 10'000 Franken dotierten Kurt Marti Literaturpreis des Berner Schriftstellervereins.

Portraitfoto
Legende: Erster Preisträger des Kurt Marti Literaturpreises: Peter Weibel. ZVG

Der Preis trägt einen berühmten Namen. Er erinnert an den verstorbenen Berner Schriftsteller und Pfarrer Kurt Marti (1921 – 2017), der mit seiner schriftstellerischen Kraft die Schweizer Literatur und die moderne Schweizer Mundartdichtung massgeblich mitgeprägt hat.

Unbequemen eine Stimme geben

Mit dem Kurt Marti Literaturpreis ehrt der Berner Schriftsteller- und Schriftstellerinnenverein Autorinnen und Autoren für ein aktuelles Werk. Er wurde am Mittwochabend zum ersten Mal verliehen. Stifter der Preissumme ist die Kulturstiftung der Gebäudeversicherung des Kantons Bern.

Preiswürdig sei eine Autorenpersönlichkeit, welcher es gelinge, mit einem Werk mitunter an jene schriftstellerischen Tugenden anzuknüpfen, für welche Kurt Marti bekannt gewesen sein, sagt Thomas Kowa, Jurypräsident und Mitglied des Berner Schriftstellervereins BSV. «Zum Beispiel: für einen besonderen Widerspruchsgeist», so Kowa. «Mit diesem Preis möchten wir Autorinnen und Autoren eine Stimme geben, die vielleicht ein bisschen unbequem sind», sagt er.

Mit dem Preis sollen zudem Autorinnen und Autoren ausgezeichnet werden, die nicht zwingend bereits zu den etablierten Schreibern zählen. «Verschiedene Formen sind erwünscht», sagt Jurypräsident Kowa. Auch Lyrik wird zugelassen. «Wir fanden, dass wir auch anderen Autoren eine Chance geben können, die in den klassischen Literaturpreisen, die Stadt und Kanton Bern vergeben, eigentlich keine Rolle spielen.»

«Mensch Keun» von Peter Weibel

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«Mensch Keun» von Peter Weibel

Peter Weibel arbeitet seit vielen Jahren als Arzt mit Fachgebiet Geriatrie. Der 1947 Geborene lebt und arbeitet in Bern. Peter Weibels Roman «Mensch Keun» erzählt die Geschichte eines Mannes, der abgeschieden lebt und als alternder Künstler noch ein Werk vollenden möchte. Seine Geschichte – erschienen in der Edition Bücherlese – ist eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden, dem Thema Selbstbestimmung und der Institution Altersheim.

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