«Nicht alle Begabten sind gute Schüler»

Die Begabtenförderung der Volksschule Burgdorf zieht nach fünf Jahren Bilanz. Man habe viel gelernt, sagen die Verantwortlichen.

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Bildlegende: Seit fünf Jahren werden Hochbegabte in Burgdorf gefördert - so will es das Volksschulgesetz. Keystone (Symbolbild)

400 Kinder und Jugendliche kamen in den letzten fünf Jahren in den Genuss der Begabtenförderung in der Region Burgdorf. Das Volksschulgesetz verlangt, dass nicht nur lernschwache, sondern auch besonders leistungsfähige Schüler speziell unterstützt werden. Diese Kinder haben einen IQ von 130 Punkten und mehr. Dass so viele Schüler von der Begabtenförderung profitieren konnten, habe auch mit der Lernkurve der letzten fünf Jahr zu tun, erklärt Dalia Holzer.

Als Vertreterin der Begabtenförderung bringt sie es auf den Punkt: «Nicht alle Begabten sind gute Schüler.» Häufig seien gerade leistungsfähige Schüler lange unterfordert, was in schlechtes Verhalten münde. «Wir haben gelernt, dass wir auch in die Klassen gehen und nach Hochbegabten suchen müssen», so Dalia Holzer. «Mit kleinen Förderangeboten in verschiedenen Bereichen haben wir auch Schüler unterstützt, die nicht durch gute Noten aufgefallen sind.» Das sei zum Beispiel im musischen oder sprachlichen Bereich der Fall gewesen.