Winter und Arbeitslosigkeit Noch schlägt die Kälte beim Arbeitsmarkt nicht durch

Wenn der Boden steinhart gefroren ist, müssen Bauarbeiter oder Gärtner pausieren. Die Kältewelle im Januar 2017 hat sich bei den bernischen Arbeitsämtern aber noch nicht bemerkbar gemacht.

Wie immer um diese Jahreszeit hat der Kanton Bern in der ersten Januarwoche steigende Arbeitslosenzahlen publiziert. Und jetzt ist seit drei Wochen Eiszeit. Aber Marc Gilgen, der Leiter Arbeitsvermittlung bei Berner Wirtschaft BECO sieht noch keine Auffälligkeiten.

Eingeschneite Beton-Stüper. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das führt zu eingestellten Baustellen: Eingeschneite Beton-Stüper. Keystone

«Wir haben viele Anfragen aus der Baubranche wegen der Schlechtwetter-Entschädigung. Aber bei den Gesuchen sind wir vorläufig weit hinter den Zahlen der Vorjahre.» Marc Gilgen vergleicht: «Wir haben für den Dezember vier Gesuche um Schlechtwetter-Entschädigung für 13 Mitarbeitende. In anderen Jahren hatten wir um diese Jahreszeit Hunderte von Gesuchen - pro Monat.»

Milder Jahresschluss 2016

Tatsächlich konnten viele Baustellen bis weit in den Dezember 2016 hinein aufrechterhalten werden. «Das merken wir auch bei den Anmeldungen für die Arbeitslosen-Entschädigungen», bestätigt der Arbeitsmarkt-Experte Gilgen.

Ob die Kältewelle im Januar 2017 doch noch bei den bernischen Arbeitsämtern durchschlägt, wird sich weisen. Die Unternehmen haben noch bis zum 5. Februar Zeit, allfällige Arbeitsausfälle des Januars zu melden.