Nur eine neue Sesselbahn kann das Skigebiet Eischoll retten

Die Sportbahnen sind das Herz des kleinen Bergdorfes Eischoll oberhalb von Raron. Ende 2017 läuft die Konzession für die alte Zweier-Sesselbahn aus. Der Gemeinderat will die Bahn durch eine moderne Vierer-Sesselbahn ersetzen. Alle Wohnungsbesitzer sollen daran mitzahlen.

Klein, aber fein ist das Skigebiet von Eischoll. 15 Kilometer Skipisten, eine Sesselbahn, ein Skilift und ein Anfängerlift. Doch gerade dies schätzen die zahlreichen Zweitwohnungsbesitzer in Eischoll.

Überlebensfrage für Bergdorf

Ende 2017 läuft die Konzession der Zweier-Sesselbahn aus. Die Bahn stammt aus den 1980er Jahren und muss ersetzt werden.

Der Gemeinderat von Eischoll setzt sich für den Bau einer neuen Vierer-Sesselbahn ein. Gemeindepräsident Patrick Amacker sagt: «Wenn wir hier keine Bergbahnen mehr haben, sind wir auch als Wohnort nicht mehr attraktiv und dann wird dies zur Überlebensfrage für unser Bergdorf.»

1 Franken pro Tag und Wohnungsbesitzer

3,8 Millionen Franken kostet die neue Vierer-Sesselbahn. Finanziert werden soll sie mit 1,5 Millionen Franken aus der Gemeindekasse und einem Kredit von 2,3 Millionen Franken. Dieser Kredit soll in den nächsten 15 Jahren durch eine Kausalabgabe von 1 Franken pro Tag und Wohnungsbesitzer amortisiert werden.

Das Volk soll entscheiden

Die rund 350 Zweitwohnungsbesitzer werden im Februar an einer konsultativen Abstimmung nach ihrer Meinung zur neuen Kausalabgabe von 365 Franken pro Jahr befragt.

Das letzte Wort hat das Volk. Die Bevölkerung von Eischoll entscheidet am 20. März über die neue Abgabe und damit über das Fortbestehen der Sesselbahn. Für Gemeindepräsident Patrick Amacker ist klar: «Sagt die Bevölkerung Nein, dann bedeutet dies das Aus für die Skiregion Eischoll.»