Olympische Winterspiele 2026 Olympia-Schanze in Kandersteg? Die Gemeinde braucht Fakten

Noch hält sich die Berner Regierung zurück mit Antworten zu Kosten und Nachhaltigkeit der Olympiade Sion 2026. Immerhin sagt sie, dass die Eisstadien Bern und Biel ausgebaut werden müssten. Und in Kandersteg bräuchte es eine neue Skiflug-Schanze für 28 Millionen. Die Gemeinde schaut genau hin.

Die Schanzen von Kandersteg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Schanzen von Kandersteg: Nach der Sanierung im Jahr 2016 wieder in Betrieb. Keystone

Kandersteg habe dem Kandidatur-Komitee Sion 2026 seine Unterstützung zugesagt. Man habe ein Interesse daran, dass olympische Winterspiele auch nach Kandersteg kommen, schickt Gemeinderatspräsident Urs Weibel voraus.

Aber nun wartet die Gemeinde auf Informationen, was das für sie konkret bedeutet. Vor allem, wenn sich Kandersteg an den Kosten eines Mehrwerts zum Beispiel bei den Zufahrten beteiligen sollte.

«  Wir sollten Bescheid wissen, bevor das Olympiadossier Sion 2026 dem Bundesrat zum Entscheid vorgelegt wird »

Urs Weibel
Gemeinderatspräsident von Kandersteg

Denn die nordische Arena in Kandersteg kämpft vorab an anderen Fronten. Sie will die bestehenden, 2016 wieder eröffneten Sprungschanzen noch fit machen für internationale Anlässe. Zum Beispiel für die Junioren-Weltmeisterschaft 2018. Diese FIS-Tauglichkeit kostet nochmals rund 1,2 Millionen Franken. Ein harter Brocken, das weiss Kandersteg aus Erfahrung. Da will man nichts in den Sand setzen.

Offen ist deshalb, ob Kandersteg eine grosse olympische Skiflug-Schanze überhaupt bewirtschaften könnte. Weder die Gemeinde noch die nordische Arena Kandersteg sei in der Lage, sich hier finanziell zu engagieren.