Zum Inhalt springen

Header

Video
Umstrittene Abstimmung über den Transitplatz in Wileroltigen BE
Aus Schweiz aktuell vom 28.01.2020.
abspielen
Inhalt

Parallelen zu früher Die Kampagnen zu Wileroltigen sind nichts völlig Neues

Wiederholt sich bei der Abstimmung über einen Transitplatz für ausländische Fahrende die Geschichte im Kanton Bern?

Im Kanton Bern gab es in jüngster Vergangenheit zwei Abstimmungen, die ähnlich gelagert waren, wie die aktuelle über den Transitplatz für ausländische Fahrende in Wileroltigen.

Darüber wird am 9. Februar abgestimmt

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Bei Wilteroltigen, an der Autobahn Bern-Murten, soll es einen Platz für 36 Wohnwagen und maximal 180 Leute geben. Kostenpunkt: 3.3 Millionen Franken. Es wäre der einzige Transitplatz für ausländische Fahrende im Kanton Bern.

Blicken wir zurück: Bei der kantonalen Abstimmung im Mai 2017 lehnten 54 Prozent einen Kredit von 105 Millionen Franken für die Asylsozialhilfe ab. Die SVP hatte gegen einen deutlichen Beschluss des Berner Kantonsparlaments das Referendum ergriffen – und schliesslich auch gewonnen.

Eines ihrer Argumente: Das gewählte Modell für die Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) sei eine Luxuslösung.

Geld für Ausländerinnen und Ausländer

Damals wie heute ging es um Steuergelder, die Ausländerinnen und Ausländern zugute kommen sollten. Damals wie heute war eine deutliche Mehrheit der Parteien für eine Lösung des Problems, die SVP dagegen.

Aus der Niederlage im Mai 2017 zogen die Befürworterinnen und Befürworter ihre Lehren: Ein zweiter Anlauf war nötig, um die unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden gesetzeskonform unterzubringen. Auch gegen diese 38 Millionen Franken ergriff die SVP das Referendum; verlor jedoch im November den Abstimmungskampf. Die Bernerinnen und Berner genehmigten damals den Kredit deutlich mit 59 Prozent.

Heute sind es die Kinder der Fahrenden, die die aktuelle Pro-Kampagne prägen. 2017 waren es die Geschichten der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden, die bei den Befürwortern im Zentrum standen.

Ausschnitt des offiziellen Plakats der Befürworter eines Transitplatzes in Wileroltigen.
Legende: Ausschnitt des offiziellen Plakats der Befürworter eines Transitplatzes in Wileroltigen. ZVG/Transitplatz-ja.ch

Und damals wie heute spielen in der Kampagne der Gegner die Kosten eine wesentliche Rolle. Damals ging es um die Kosten, die ein UMA pro Tag verursacht, heute geht es darum, wie viel ein Transitplatz kostet.

Ausschnitt des offiziellen Plakats der Gegner eines Transitplatzes in Wileroltigen.
Legende: Ausschnitt des offiziellen Plakats der Gegner eines Transitplatzes in Wileroltigen. ZVG/Transitplatz-nein.ch

Das letzte Wort haben am 9. Februar die Stimmberechtigten des Kantons Bern. Die Abstimmung stösst landesweit auf Interesse. Langfristig gesichert sind zurzeit nur die beiden Standorte in Sâles (FR) und Domat/Ems (GR). Wileroltigen wäre also erst der dritte solche Transitplatz.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Fritz Rueegsegger  (Matterhorn+234)
    Der Transitplatz löst nicht alle Probleme. Er bietet Platz für 150 - 180 Personen. Letzten Sommer sollen monatelang bis 500 Personen anwesend gewesen sein. Die offizielle Seite tut so, dass er definitv keine weiteren Transitplätze geben wird. Das ist Vogel Strauss-Politik. Ich habe den Standort auch befürwortet, aber es bleibt ein mulmiges Gefühl. Und ehrlich sind die Befürworter nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Auch wenn der Transitplatz für ausländische Fahrende erstellt wurd, lassen sich damit die Probleme mit den ausländischen fahrenden nicht lösen. Leider. Die Versprechungen der Befürworter des Platzes werden sich bald als haltlos erweisen. Die ausländischen Fahrenden kommen nicht weil es einen Platz hat sondern weil man hier gutes Geld verdienen kann. Zudem ist der Platz für die grossen ausländischen Gruppen zu klein. Ausser Spesen nichts gewesen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen

Mehr aus Bern Freiburg WallisLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen