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Parkierungskonzept Stadt Bern Die Suche nach der Lücke

Ein neues Parkierungskonzept für die Stadt Bern? Die Debatte mit Edith Siegenthaler (SP) und Erich Hess (SVP).

Viele Autos am Strassenrand
Legende: Ein normaler Tag in der Länggasse: Wer ein Parkplatz sucht, sucht lange. Martina Koch/SRF

«Der städtische Raum ist ein begrenztes und kostbares Gut», steht in der Medienmitteilung der Stadt Bern zum neuen Parkierungskonzept. Immer weniger Haushalte besässen heute ein Auto, dementsprechend sinke die Nachfrage nach Parkplätzen.

Legende:
Die Anzahl öffentlicher Parkplätze in der Stadt Bern auf Strassen und Plätzen im Jahr 2017. Nicht abbilden kann die Statistik jedoch temporär nicht zur Verfügung stehende Parkfelder aufgrund von Baustellen oder Veranstaltungen sowie temporäre Parkplätze für Veranstaltungen. Stadt Bern

Der Gemeinderat möchte deshalb den öffentlichen Raum von Parkplätzen «entlasten». Das heisst: Fläche, die bisher zum Parkieren gedacht war, soll künftig auch für andere Bedürfnisse genutzt werden können. Insgesamt 19 Massnahmen schlägt der Gemeinderat vor.

Einige wichtige Ziele aus dem neuen Parkierungskonzept:

  • Die Anzahl Parkplätze wird insgesamt reduziert; die öffentlichen Parkplätze werden in den kommenden zehn Jahren um mindestens zwölf Prozent reduziert.
  • Die Parkgebühren (inkl. Parkkarten) werden so angepasst, dass das Parkieren in Einstellhallen/Parkierungsanlagen ausserhalb des Zentrums zusammen mit der ÖV-Fahrt nicht teurer ist, als das Parkieren (im Parkhaus) im Zentrum.
  • Insgesamt soll in der Stadt der motorisierte Individualverkehr abnehmen.
  • Die Ausgabe von Parkkarten an Anwohnende wird neu geregelt.

Bei der Umsetzung legt der Gemeinderat grosses Gewicht auf eine hindernisfreie Ausgestaltung der Parkplätze, sowie auf eine genügende Anzahl an Parkplätzen für Menschen mit Behinderung.

Pro und kontra

Für SP-Stadträtin Edith Siegenthaler ist das Konzept des Gemeinderates nötig und richtig: «Wir haben nicht unendlich Platz in der Stadt. Ein Auto braucht mehr Platz als ein Tram. »

Anders sieht das SVP-Stadtrat Erich Hess: «Es kann nicht sein, dass in einer wachsenden Stadt Parkplätze abgebaut werden. Nicht alle können den öffentlichen Verkehr nutzen.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Gubser (Mastplast)
    Am besten die ganze Stadt Autofrei machen...Dann gibt es keine Staus mehr und die Radfahrer können noch besser machen was sie wollen und der Slogan Velostadt Schweiz würde auch passen. Da dann weniger Bussen und Parklizenzen verteilt werden müsste mann halt ein wenig sparen und wenn die Heizung im winter nicht mehr geht wartet man halt ein-zwei wöchlein ist ja nicht der rede wert bri unserer zähen Stadtbevölkerung.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Gut, Dann wünsch ich mir, dass möglichst viel Parkflächen renaturiert werden. Am Besten ein paar zusammen, so dass da mindestens ein Obstbaum inklusive Mitpflanzen zum wachsen und gedeihen kommen. So haben die Anwohnerinnen, die Mitwesen und wir alle etwas davon. Idealerweise, kleine Obstwiesen da und dort aufpoppen, kleine Inseln für die Mitwesen, die so ein immer dichteres Netz vorfinden, wo sie verweilen und verschnaufen können. Städtische Artenvielfaltpflege hat Zukunft und schafft Zukunft.
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