Pech für Berner Oberländer Skigebiete

Der Wintereinbruch hat vielen Skigebieten reichlich Schneefälle beschert. Die Bedingungen sind bestens. Trotzdem haben viele Wintersportler keine Lust mehr aufs Skifahren. Da helfen auch die nahenden Ostertage nicht.

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Pech für Berner Oberländer Skigebiete

3:11 min, aus Schweiz aktuell vom 25.3.2014

Es war ein schwieriger Winter, das ist unbestritten. Darunter litten auch einige Skigebiete. Obwohl die Bedingungen in den Bergen gut waren, zog es die Menschen kaum auf die Skipisten, da im Unterland sehr milde Temperaturen herrschten. So liegt beispielsweise im Skigebiet Meiringen Hasliberg der Umsatz der Bergbahnen rund 10 Prozent unter dem vom Vorjahr.

17 Föhntage

Die Bergbahnen befanden sich schon einmal in einer schwierigen Situation. Vor zweieinhalb Jahren hat Hanspeter Wenger in die Bahnen investiert und sie vor dem Konkurs bewahrt. Davon sind die Bahnen heute weit entfernt, aber es war schwieriger Winter für die Region. Meiringen litt besonders unter den Föhnstürmen. Ganze 17 Föhntage musste das Gebiet verbuchen, an 6 Tagen blieben die Bahnen ganz geschlossen, an den anderen teilweise. Das sei sehr aussergewöhnlich, erklärt der Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg. Normalerweise gebe es zwei oder drei Föhntage pro Saison. Diese Föhntage spürten auch die Bergrestaurants und die Hotels. Das Hotel Viktoria beispielsweise hatte im wichtigen Monat Februar rund 20 Prozent weniger Gäste. «Vor allem Gäste aus der Schweiz, die für zwei, drei Nächte anreisen, blieben aus», erklärt Hoteldirektor Maurice Winands.

Späte Ostern

Die wenigen Wintersportler, die noch unterwegs sind, profitieren von perfekten Bedingungen: Schönes Wetter und Pulverschnee. Trotzdem rechnet man bei den Bergbahnen nicht mehr mit einem grossen Besucheransturm zu Ostern. «Das Ostergeschäft ist schwierig, weil Ostern dieses Jahr so spät sind», erklärt Hanspeter Wenger. Da hätten die Leute wohl eher Lust auf Wandern oder Velofahren. Deshalb überlegt man sich jetzt in Meiringen Hasliberg, mit einer alten Tradition zu brechen, wie Wenger weiter sagt. Bis jetzt lief die Skisaison immer bis Ostern. Nun könne man könnte sich auch vorstellen, bereits Ende März zu schliessen.