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Markus Bucher: Was fehlt in herkömmlichen Feldern? Und wie funktioniert die geplante Mischkultur mit neuer Technik?
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 16.04.2020.
abspielen. Laufzeit 10:33 Minuten.
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Permakultur 2.0 Naturnahe Landwirtschaft mit neuer Technologie verbinden

Gemüsebauer Markus Bucher aus dem Berner Seeland will auf seinen Feldern ganze Ökosysteme. Aber nicht mehr Handarbeit.

Seinen Hof hat Markus Bucher aus Suberg einst von Munimast auf Biogemüse umgestellt. Nun will er einen Schritt weitergehen – einen grossen. Von Feldern mit Monokultur, also jeweils einem Gemüse oder Getreide, will er auf Mischkultur umstellen. Das passt allerdings nicht zu den heutigen Maschinen in der Landwirtschaft.

In der Natur gibt es eine grosse Vielfalt auf engem Raum.
Autor: Markus BucherLandwirt

Seine bisherigen Felder, auch im Bioanbau, entsprächen nicht der Natur, sagt Markus Bucher. «In der Natur sind zwei Hektaren voll Blumenkohl nicht vorgesehen.» Bei Monokultur breiteten sich Schädlinge aus, die dann wiederum bekämpft werden müssen. «Mit Monokultur kämpfen wir gegen die Natur.»

Grünfläche mit jungen Heckenpflanzen, im Hintergrund Wald
Legende: Neben dem Feld mit Mischkultur hat Markus Bucher Heckenpflanzen gesetzt. Hier sollen sich Nützlinge wohl fühlen. Elisa Häni/SRF

Also will er neu nach dem Vorbild der Natur anbauen, wie es auch die Bewegung der Permakultur tut: «In der Natur gibt es eine grosse Vielfalt auf engem Raum.» In einer Mischkultur werden Rüebli neben Kräutern stehen, Lauch neben Salat und Blumenkohl – alles nahe beieinander.

Nur: So wird das Ernten mit herkömmlichen Maschinen unmöglich. Und von Hand ernten ist für Markus Bucher keine Alternative. «Das wäre in der Schweiz mit unseren Löhnen nicht effizient.» Darum muss eine neue Maschine her. Eine, die weiss, wo sie welches Gemüse gesät hat, die sieht, was reif ist, und die auch fähig ist, verschiedene Gemüse zu ernten. Eine Art Roboter also, wobei Markus Bucher das Wort nicht besonders mag. «Es ist einfach völlig ein anderes Gerät, als was man bisher kennt», sagt er.

Das neue Gerät

Die Maschine, welche mit Mischkulturen umgehen kann, entwickelt Markus Bucher zusammen mit der Firma Semesis aus Uster, die auf Hightech-Landmaschinen spezialisiert ist. Eine erste Version existiert bereits.

Für die Verfeinerung sucht Bucher Geldgeber, die Entwicklung der Maschine übersteigt seine finanziellen Möglichkeiten. Wenn sie dereinst funktioniert, – davon ist Bucher überzeugt –, kann man sie überall auf der Welt einsetzen.

Den Menschen werde es mit der neuen Anbaumethode weiterhin brauchen, betont Bucher. Die Arbeit in der Landwirtschaft werde sogar interessanter: mit weniger monotonen Aufgaben, dafür technischer und mit mehr Zeit zum Beobachten der Pflanzen in ihrem Wachstum.

Diesen Frühling sät Markus Bucher versuchsweise auf einem Feld seines Grundstücks Kräuter und Gemüse in Mischkultur an. Bis die neue Maschine da ist, wird er allerdings doch noch von Hand ernten müssen.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:31/17:30 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Andreas Buser  (AnMaBu)
    Hut ab vor diesem Landwirt. Nur Mischwirtschaft wir längerfristig nachhaltig sein und die Bioversität unterstützen. Ich hoffe sehr für ihn, dass er mit seinem Projekt Erfolg hat und dahin kommt, wo er sich wünscht.