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Pfarrer Brunner steht vor einer Maria-Statue.
Legende: Pfarrer Jean-Pierre Brunner vor einer Maria-Statue in seinem Wohnzimmer. SRF/ Priska Dellberg
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Menschen des Jahres Pfarrer Jean-Pierre Brunner bietet Flüchtlingen ein Zuhause

Jean-Pierre Brunner, der Pfarrer von Naters, wohnt im Pfarrhaus mit Frauen aus Eritrea zusammen. Sein Engagement sorgt teils für Unverständnis.

Einige dumme Sprüche habe er sich schon anhören müssen, seit dem die Kinderwagen der Freundinnen seiner Mitbewohnerinnen im Eingangsbereich des alten Pfarrhauses stehen, erzählt Pfarrer Jean-Pierre Brunner.

Ihn lässt diese Kritik kalt. Er hält so, wie es auf einem Zettel an seiner Eingangstür steht. «Über was ich mich aufrege, entscheide noch immer ich selbst.»

Missverständnisse kommen vor

Der katholische Priester hat die leerstehende Wohnung im oberen Stock des Pfarrhauses ohne Zögern angeboten. Ab Oktober 2015 wohnten dort drei junge Brüder aus der Ukraine, seit Mai dieses Jahres leben die drei Eritreerinnen mit dem Pfarrer unter einem Dach.

Meine Mitbewohner wollten mir eine Frau suchen.
Autor: Jean-Pierre BrunnerKatholischer Pfarrer

Jean-Pierre Brunner schätzt das Zusammenleben, auch wenn es einige Male zu Missverständnisse kam: So wollten ihm etwa die Ukrainer unbedingt eine Frau suchen, er konnte sie nur schwer davon abhalten.

Der 46-jährige Walliser ist der einzige Pfarrer im Kanton, der bei sich Flüchtlinge beherbergt. Als politisches Zeichen will er das allerdings nicht verstanden wissen. Es sei eher ein ganz normaler Akt von Nächstenliebe. Er könne die Welt nicht ändern, aber vielleicht dazu beitragen, dass sich ein paar Menschen eine Zeit lang wohl und verstanden fühlten, sagt Jean-Pierre Brunner. Über die Kritik aus dem Dorf könne er deshalb gut hinwegsehen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Mann  (Freidenkerin)
    Wann folgt der Rest der Landeskirchen diesem mutigen Beispiel? Oder haben sie Angst, es mit den eher konservativen, verbliebenen Schäfchen zu verderben?
  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Diese kurzsichtige Nächstenliebe wird in einem halben Jahrhundert vielen Christen das Leben kosten. Warum Kirchensteuern bezahlen, wenn die Schäflein früher oder später durch dieses verräterische Handeln dem Metzger geweiht werden? Herr Pfarrer Brunner übt den Ungehorsam und da wundern sich diese "Seelsorger", dass ihnen die Menschen davonlaufen.
    1. Antwort von David Rothen  (EinLinkerundmehr)
      Herr König, warum soll Herrn Brunners Handeln Christen das Leben kosten?