Wahlen Kanton Bern 2018 Philippe Müller geht als erster aus der Deckung

Der FDP-Grossrat und Berner Stadtpolitiker Philippe Müller möchte 2018 Regierungsrat werden. Der 53-jährige hat seine Ambitionen auf die Nachfolge des freisinnigen Regierungsrats Hans-Jürg Käser offengelegt. Nationalrat Christian Wasserfallen und Grossrat Adrian Haas wollen sich später entscheiden.

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Bildlegende: FDP-Politiker Philippe Müller hat seine Ambitionen für den Bernischen Regierungsrat angemeldet. Keystone

Im März 2018 finden im Kanton Bern Gesamterneuerungswahlen statt. Dabei wird es in der Regierung zu mindestens zwei Wechseln kommen. Seit längerem ist bekannt, dass FDP-Regierungsrat Hans-Jürg Käser nicht mehr zur Wiederwahl antreten wird. Ende Oktober kündigte auch SP-Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer ihren Rücktritt an.

Fürsprecher und Ingenieur Agronom

Für den FDP-Politiker Philippe Müller ist «die Zeit reif», wie er in einer Medienmitteilung betonte. Der Stadtberner Politiker mit Grossratserfahrung strebt eine Regierungsratskandidatur an. Neun Jahre war Müller Berner Stadtrat, seit 2010 ist er Mitglied des bernischen Grossen Rates. Inzwischen ist er Vizepräsident der kantonalen FDP und seit 2013 Präsident der freisinnigen Stadtpartei.

Einen Namen machte sich Müller unter anderem vor einigen Jahren als hartnäckiger Kritiker von Missständen in der Stadtberner Sozialhilfe. Seither wurde Müller verschiedentlich für Kandidaturen ins Gespräch gebracht, etwa für die Berner Stadtregierung. Der 53-jährige Fürsprecher und Ingenieur Agronom ist beruflich Mitglied der Geschäftsleitung der CSL Behring AG in Bern.

Wasserfallen und Haas überlegen sich eine Kandidatur

Die Delegierten der FDP entscheiden bereits im Frühling, mit wem sie bei den Gesamterneuerungswahlen Ende März 2018 antreten wollen. Gehandelt wird auch Nationalrat Christian Wasserfallen. Er polarisiert und hat letzten Sommer rund um das Präsidium des Automobil Clubs der Schweiz für Schlagzeilen gesorgt. Auf Anfrage lässt er verlauten, dass er seinen Entscheid über eine Kandidatur erst nach Weihnachten bekannt geben will.

Eine Kandidatur für die Bernische Kantonsregierung überlegt sich auch Adrian Haas, Fraktionspräsident im Kantonsparlament. Nichts von einem Sitz in der Bernischen Kantonsregierung wissen will dagegen Nationalrätin Christa Markwalder. Ihr sei auf der nationalen Ebene wohl, sagt sie auf Anfrage. Ebenfalls nicht Kandidieren will Claudine Esseiva, Generalsekretärin der FDP-Frauen Schweiz und gewählte Berner Stadträtin.

Bürgerliches Zusammengehen zeichnet sich ab

Die Delegiertenversammlung der FDP entscheidet diesen Frühling, wer bei den Regierungsratswahlen 2018 den Sitz von Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser verteidigen soll. Es zeichnet sich ab, dass die bürgerlichen Parteien für die Wahlen zusammen gehen wollen. Zur Diskussion steht, dass die SVP mit zwei Kandidaten antritt, die FDP und BDP je mit einem. Die Zusammensetzung würde dem heutigen Kräfteverhältnis in der Regierung entsprechen, wo die Bürgerlichen im Siebnergremium die Mehrheit stellen.