Politisches Aufräumen nach «Tanz dich frei»

Eine Podiumsdiskussion suchte am Montagabend eine Antwort auf die Frage: Wie weiter nach den Ausschreitungen während dem «Tanz dich frei» in Bern?

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Bildlegende: Nach dem «Tanz dich frei» gibt es viel aufzuräumen - auch politisch. Keystone

Die Zeitung «Der Bund» lud zur Diskussion über das «Tanz dich frei» und über die Folgen für die Nachtlebendebatte in der Stadt Bern. Stadträtin Lea Bill von der Jungen Alternative warf dem Sicherheitsdirektor Reto Nause vor, die Polizei habe sich rücksichtslos verhalten. Nause entgegnete, es sei schwierig gewesen, den militanten Kern von der grossen Masse zu trennen.

Der Direktor der Anwohner- und Gewerbevereinigung «Bern City», Sven Gubler, bekundete Empathie für die Anliegen der Jungen, machte aber auch klar, dass sich solch wüste Szenen in der Stadt nie mehr wiederholen dürfen.

Über die politische Motivation der Veranstaltung konnte Lea Bill, welche selbst am Umzug war, keine genauen Aussagen machen. Es sei aber darum gegangen, sich die Stadt für eine Zeit eigen zu machen. Von den Ausschreitungen distanzierte sie sich klar.