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Trotz vollen Ausbildungskursen fehlen im Wallis Lokführer.
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Postauto statt Bahn Die Matterhorn-Gotthard-Bahn hat im Wallis zu wenig Lokführer

Zwischen Brig und Fiesch müssen Reisende in den Randstunden auf den Bus umsteigen. Der Grund: Krankheit und Kündigungen.

Die Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGBahn) hat momentan im Wallis mit einem Personalmangel bei den Lokführern zu kämpfen. Reisende zwischen Brig und Fiesch müssen deshalb während den Randzeiten auf das Postauto umsteigen. Dies schreibt die Zeitung «Walliser Bote» in der Ausgabe vom Montag.
Die Postautos auf der Strecke Brig-Fiesch sind voraussichtlich bis Mitte November im Einsatz. Gemäss der MGBahn sind pro Tag insgesamt vier Verbindungen – zwei am Morgen, zwei am Abend – betroffen.

Kündigungen und Krankheit

Zurückzuführen ist der Personalmangel vor allem auf nicht vorhersehbare und kurzfristige Abgänge aufgrund von Krankheiten und Kündigungen. Erschwert wird die Situation dadurch, dass es auch beim Rollmaterial Engpässe gibt.

Lokführer bleibt ein Traumberuf.
Autor: Fernando LehnerDirektor MGBahn

Die MGBahn betont, dass der Personalmangel nichts mit einem strukturellen Problem zu tun habe. Die Nachfrage bei Stellenausschreibungen sei hoch, und ein Ausbildungskurs mit acht angehenden Lokführern sei im Gange. Für den Bahndirektor Fernando Lehner bleibt deshalb Lokführer nach wie vor ein Traumberuf.

Angespannte Situation bei der BLS

Probleme mit Lokführern haben auch andere Bahnunternehmen. Beim Berner Bahnunternehmen BLS sei die Situation aktuell nicht akut, aber angespannt. Aus diesem Grund bezahlt die BLS seit Anfang Oktober den Lokführern, die an einem freien Tag einspringen, zusätzlich 100 Franken. Diese Massnahme sei befristet bis April 2020, sagt Mediensprecherin Tamara Traxler. Die BLS habe zudem ihr Ausbildungskontingent aufgestockt. Statt 32 werden künftig 56 neue Lokführer ausgebildet.

Mehr Lokführer auch bei TPF

Das Freiburger Transportunternehmen TPF bildet bereits jetzt jedes Jahr zwei Lokführer mehr aus als benötigt werden. Diese Lokführer könne man immer brauchen und das unterstreiche die angespannte Situation, sagt Mediensprecher Stéphane Berney. Die TPF honorieren jene Lokführer, die an ihren freien Tagen einspringen, ebenfalls. Dies jedoch nicht mit mehr Geld wie bei der BLS, sondern mit mehr Stunden. Lokführer die einspringen, können zwischen vier und sechs Stunden mehr aufschreiben, als sie tatsächlich im Einsatz sind.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Als ehemaligen "Meccano" finde ich auch mit 80 Jahren die Arbeit als Lokführer immer noch ein "Traumberuf"! Dass jetzt vorallem die MGB mit einem ausgedehnten, langen und abwechslungsreichen Streckennetz (Zermatt.Brig-Andermatt-Disentis und Göschenen) und ohne eigentlichen Nachtdienst, Personal durch Kündigungen verliert, macht mich nachdenklich! Zu meiner Aktivzeit gab es in den meisten SBB-Depots viel Nachtdienst. Wir fuhren damals (im Gegensatz zu heute) aber alle Arten von Zügen und Loks!
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