Protestmarsch gegen Freiburger Universitätsgesetz

Rund 150 Studenten und Personal der Uni Freiburg liefen von der Universität zum Rathaus. Sie fürchten eine Privatisierung der Bildung.

Eine Petition mit 1000 Unterschriften und die Kritik der Studenten und des Uni-Personals seien in der Vorbereitung des Gesetzes ignoriert worden, beklagt Andra Kuratli. Die Studentin ist Mitorganisatorin vom Protestmarsch. «Private Investoren gefährden die Unabhängigkeit der Uni.»

Das Gesetz sieht Zielvereinbarungen und ein Globalbudget für die ganze Universität vor. Unter den Instituten entstehe dadurch ein Konkurrenzkampf, ist die Studentin überzeugt. Kleine Institute hätten das Nachsehen.

«Nötige Reformen»

Guido Vergauwen, Rektor der Universität Freiburg, beschwichtigt. Die Uni sei hauptsächlich durch öffentliche Gelder finanziert. «Zielvereinbarungen mit dem Trägerkanton sind normal.» Eine Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sieht er nicht als Gefahr. «Das Gesetz sieht nicht vor, die Uni an die Industrie zu verkaufen.» Der Grossrat wird das Gesetz voraussichtlich in der Maisession behandeln.