Quecksilber: Walliser Kantonsparlament will rasch Taten sehen

Mehrere Grossräte forderten am Donnerstag die Walliser Regierung auf, dafür zu sorgen, dass der Industriekonzern Lonza die mit Quecksilber verschmutzten Böden in Visp, Raron und Niedergesteln möglichst rasch saniert und diese Sanierung auch vorfinanziert.

Der Grossgrundkanal im Oberwallis - eines der mit Quecksilber verseuchten Gewässer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Grossgrundkanal im Oberwallis - eines der mit Quecksilber verseuchten Gewässer. Keystone

Gleichzeitig wurde die Regierung aufgefordert, die Industriegeschichte des Kantons aufzuarbeiten und nach anderen Altlasten in den Böden zu suchen. Der zuständige Staatsrat Jacques Melly zeigte Verständnis. Viele der geforderten Massnahmen seien aber schon erfüllt oder im Gang.

Die Lonza habe sich bereit erklärt, die nötigen Studien und die Sanierung vorzufinanzieren. Das Grundwasser unterhalb der Lonza werde beobachtet und bei der 3. Rhonekorrektion werde man speziell auf dieses Problem achten.

Die Walliser Regierung beschäftige sich mit den Altlasten der frühen Industrialisierung nicht erst seit dem Problem mit dem Quecksilber aus dem Lonza-Betrieb. Bei der Chemie in Monthey habe man ähnliche Probleme gehabt und auch bei der Aluminium-Industrie im Raum Siders. Staatsrat Jacques Melly: «Überall dort sind wir dabei mit den Verantwortlichen der Industrie die Altlasten aufzuarbeiten.»