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Radquer in der Schweiz Zwar ein Boom, aber noch zu wenig Sponsoren

Das Freibad Weyermannshaus ist Schauplatz eines Weltcups – dank Geduld und Fleiss des Organisationskomitees.

Am Wochenende trifft sich die Weltspitze im Radquer in Bern – an einem sehr speziellen Ort: Im Weyermannshaus in Bern. Die Weltcup-Strecke führt rund um das Freibad. Nach acht Jahren findet erstmals wieder ein Radquer-Weltcup in der Schweiz statt.

Es brauchte sehr viel Herzblut, viel Geduld und viel Fleiss, um den Weltcup in die Schweiz zu holen.
Autor: Christian RochaOK-Präsident

Es sei nicht einfach gewesen, den Weltcup wieder in die Schweiz zu holen, sagt Christian Rocha, Präsident des Organisationskomitees. Da sei doch viel Geduld und viel Energie nötig gewesen. Geholfen hat, das Rocha seit 2011 in der Schweiz die Crosstour organisiert. Zuerst waren es vier Rennen, heute sechs. «Das Weltcup-Rennen in Bern ist jetzt eigentlich der nächste, logische Schritt.»

Christian Rochat hat mit der Crosstour einen – zumindest sanften – Boom ausgelöst. «Beim ersten Rennen 2011 hatte es 260 Startende, acht Jahre später am selben Ort waren es bereits fast 700.» Das Medieninteresse steigt, die Zuschauerzahl steigt, man spricht wieder über den Radquersport.

Eine, die Teil dieses Trends ist, ist Zina Barhoumi. Die 22-jährige Bernerin startet am Sonntag zu ihrem ersten Weltcuprennen. Sie sei immer schon gerne mit dem Velo zum Beispiel im Wald gewesen, sagt Barhoumi. Seit vier Jahren fährt sie nun Radquerrennen, seit dieser Saison bei der Elite, und ist im Nationalteam.

Es gibt Laufpassagen, da muss man das Velo schultern und rennen, dann wieder aufsteigen und fahren.
Autor: Zina BarhoumiNationalteam Radquer

Radquer sei eine faszinierende Sportart, so Zina Barhoumi. Ein Rennen sei sehr abwechslungsreich und die Wetterbedingungen spielten eine grosse Rolle. «Ist es trocken, wird das Rennen schnell. Ist es schlammig, was wir lieben, dann wird das Rennen viel technischer.» Im Moment arbeitet die 22-jährige noch als Innendekorateurin. Das Ziel ist es aber, Profi zu werden.

Trotz Boom, war die Suche nach Sponsoren für den Weltcup in Bern schwierig. Das Budget von ursprünglich 400'000 Franken musste gekürzt werden. Deshalb sagt Rochat auch, es sei zwar das Ziel, den Weltcup in Bern langfristig zu etablieren. «Aber dann müsste auch die finanzielle Seite bei uns sicher stehen.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Gebauer (Gebi)
    2020 findet die Cyclocross-WM in Dübendorf statt. Ich freue mich schon jetzt!
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  • Kommentar von Konrad Pfister (Konrad Pfister)
    Unvorstellbar hart, diese Sportart...
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  • Kommentar von Kurt Honegger (kuhone)
    Wenn man schon von Boom spricht, sollte man auch erwähnen, dass in den 70er und 80er Jahren tatsächlich ein Boom in der Radquerszene statt fand, national und international bis zu 32 Quers/Saison. Ab Oktober bis Januar praktisch jedes Wochenende 1-2 Quers (Sa und So). Dazumal einige grosse Namen: Gretener, Frischknecht, Zweifel, Lienhard, Steiner, die auch international bekannt waren, und auch WM-Titel/Medailen nach Hause brachten. Also bitte nicht so komunizieren, wie wenn das etwas neues wäre.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Herr Honegger, man dominierte da gar, Zweifek wahr 5 facher Weltmeister. Sie haben da aber Pascal Richard vergessen der ebenso Weltmeister wahr, wie Dieter Runkel, der 1995 den letzten Titel für die Schweiz holte. Dann verlagerte es immer mehr in den Mountain Bike. Doch der grösste wahr der Belgier Eric De Vlaeminck der 7 mal Weltmeister wurde.
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    2. Antwort von Martin Gebauer (Gebi)
      Das war kein Boom, das waren ein paar Profis, die auch im Winter etwas Geld verdienen mussten. Heute nennt sich das Cyclocross. In Belgien und Holland sind die Rennen riesige Volksfeste. Wout Van Aert und Mathieu van der Poel sind die grossen Stars. Inzwischen ist der Boom im Breitensport angekommen, nennt sich Gravelbike und macht dem MTB heftig Konkurrenz. Erste Breitensportrennen gibt es bereits, z.B. Tortour Cyclocross.
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