Reitschul-Debatte im Stadtrat: keine neuen Argumente

Die gewalttätigen Vorfälle vom letzten Wochenende führten im Rat zu einer Sonderdebatte. Sie zeigt: In der Diskussion um die Reitschule ist vieles schon lange gesagt.

Rathaus von aussen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Rathaus gab es einmal mehr rote Köpfe wegen der Reitschule. Matthias Haymoz/SRF

Die Debatte verlief in den üblichen Bahnen. Die Bürgerlichen nahmen die wüsten Szenen vom Wochenende zum Anlass, einmal mehr die Aufkündigung des Leistungsvertrages der Stadt mit der Reitschule zu fordern. Und die Linke wiederholte ihr Argument, dass die Reitschule ein Spezialfall sei und es keine direkte Verbindung zwischen dem autonomen Kulturzentrum und den Gewalttätern gäbe.

Sinnbildlich für die Stimmung im Stadtparlament war auch diese Szene: Stadtpräsident Alexander Tschäppät mahnte die Stadträte in seinem Votum zur Vernunft. Man möge sich doch einer lösungsorientieren Debatte zuwenden.

Dabei wurde Tschäppät unterbrochen, worauf er sich wehrte: «Entschuldigung, ich wollte reden, wenn es recht ist.»

Motion gegen Leistungsvertrag

Nach der Debatte hat der Stadtrat über einen Antrag von bürgerlicher Seite entschieden. Dieser verlangte, dass die Stadt den Leistungsvertrag mit dem autonomen Kulturzentrum Reitschule aufkündigt. Das als Reaktion auf die letzten Vorfälle. Der Stadtrat lehnte das Begehren aber mit 50 zu 18 Stimmen ab.