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Bern Freiburg Wallis Risse im Berner Politbündnis werden immer grösser

Drei Kandidaturen fürs Berner Stadtpräsidium sind der SP eine Kandidatur zu viel. Die Partei setzt den anderen Bündnispartnern ein Ultimatum. Bis Mitte April muss eine Lösung her – sonst zerfällt das Bündnis.

Legende: Video «Streit ums Berner Stadtpräsidium» abspielen. Laufzeit 4:36 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 22.03.2016.

Das Wichtigste in der Übersicht:

  • Ursula Wyss (SP), Franzsika Tesucher (GB) und Alec von Graffenried (GFL) kandidieren.
  • Für die SP und das Grüne Bündnis ist es eine Kandidatur zu viel.
  • Die SP will bis Mitte April mit den anderen Parteien eine Lösung suchen.
  • Die Wahrscheinlichkeit für eine Einigung ist klein.

Seit 1992 regiert in Bern das Rot-Grüne-Mitte-Bündnis. Nun scheinen die Tage gezählt. Die SP-Delegierten halten an ihrem Entscheid fest, nur zwei und nicht drei Kandidaturen fürs Stadtpräsidium zuzulassen. Bis Mitte April muss nun die Parteileitung der SP mit den anderen Parteien das Gespräch suchen und eine mögliche Lösung finden.

Wir hatten schon viele Gespräch ohne Ergebnis.
Autor: Stefan JordiCo-Präsident der SP

Andernfalls will die SP die Gespräche mit der Grünen Freien Liste (GFL) abbrechen und nur noch eine Zweier-Allianz mit dem Grünen Bündnis (GB) anstreben. Scheitert auch dieses Bündnis, will die SP alleine in die Gemeinderatswahlen vom 27. November steigen – das Bündnis wäre Geschichte.

«Die Wahrscheinlichkeit ist nicht mehr gross, dass wir uns finden», schätzt Co-Präsident Stefan Jordi ein. Er verweist auf die unzähligen erfolglosen Gespräche der letzten Monate.

Die SP-Delegierten diskutierten am Montagabend hinter verschlossenen Türen. Die anwesenden Journalistinnen und Journalisten durften die Diskussion nicht mitverfolgen und mussten den Raum verlassen. Die Parteimitglieder fassten alle Beschlüsse mit überwältigendem Mehr und folgten damit den Anträgen der Parteispitze.

Einstimmig nominierten die SP-Delegierten Ursula Wyss fürs Stadtpräsidium. Schon letzte Woche war Gemeinderätin Franziska Teuscher vom GB nominiert worden. Die GFL nominierte den ehemaligen Nationalrat und Regierungsstatthalter Alec von Graffenried.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Liebe "bürgerlich gesinnte" Berner(innen)! Geht diesmal an die Wahlurne! Es bietet sich eine Gelegenheit, die links/grüne Mehrheit endlich abzuschwächen! Die Anarchie- und Vandalenkaserne "Reitschule", die Rauschmittelabgabe in den Apotheken, bis hin zu den fehlenden Parklätzen und Verkehrs-Schikanen zeigen ein düsteres Bild, für eine blühende Wirtschaft- und Geschäftskultur in der Bundeshauptstadt!
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Freut sich der Vierte.. na dann. Da wird die CH eher Europameister im Fussball. Aber jedem das seine...
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    AvG ist nicht wählbar. Entweder sieht man das ein bei GFL und Co. oder es kann zum grossen Streichkonzert geblasen werden.
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    1. Antwort von S. Steiner (Scott)
      Mit Verlaub, AvG ist der einzig Wählbare aus dem rot-grünen Bernersumpf. Wenn die SP eine UW als beste Kandidatin aufstellt, welche keinen nennenswerten Leistungsausweis vorweisen kann, zeigt sich das desolate Bild der restlichen Vertreterinnen dieser Partei, würdige Vertreter gibt es leider kaum noch.
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