Roland Zoss: «Lange gab es keine Kinderlieder auf Berndeutsch»

Der Berner Liedermacher ist derzeit mit seinem Adventsmusical «Jimmy Flitz ChinderWiehnacht» unterwegs - zusammen mit bekannten Musikern wie Tinu Heiniger, Christine Lauterburg und Steff La Cheffe. Roland Zoss will damit die Kinderlieder nicht einfach Zürich überlassen.

Der Berner Liedermacher Roland Zoss beim Gespräch im Radiostudio Bern.  Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Berner Liedermacher Roland Zoss beim Gespräch im Radiostudio Bern. SRF

Lange hatte der heute 62-jährige Roland Zoss auf Hochdeutsch gesetzt für seine Liedertexte, weil er (auch als Deutschlehrer) an diese Musiksprache geglaubt hatte. Doch vor bald 20 Jahren stellte er fest, dass Zürich - zum Beispiel mit «Stärneföifi» - die Kinderliederszene dominierte. Er finde, Berndeutsch sei einer der schönsten Dialekte. Deshalb sei es «wichtig, dass es auch in dieser Mundart Kinderlieder gibt», sagt Zoss im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Seither setzt er fast ausschliesslich und mit Erfolg auf Kinderlieder und die Figuren Jimmy Flitz, Xenegugeli oder Güschi.

Im diesjährigen Adventsmusical unternimmt Roland Zoss mit Jimmy Flitz eine Reise quer durch die Schweiz nach Bethlehem. Es sei eine schöne Erfahrung für ihn, dabei auch mit Kolleginnen wie der jungen Raperin Steff La Cheffe oder mit der Jodlerin Christine Lauterburg zusammenzuarbeiten. So zähle er gemeinsam mit den Mitwirkenden auf die Offenheit von Kindern, Eltern und Grosseltern: «Wir hoffen, dass wir so Weihnachten als das Symbol des Miteinanders zusammen erleben können.»

Das Adventsmusical wird am Sonntag, 22. Dezember, in der Heiliggeistkriche in Bern aufgeführt. Für die Vorstellung um 14 Uhr sind an der Tageskasse noch Plätze erhältlich.