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Interview mit dem Herdenschutzbeauftragen: «Nicht alle schützen ihre Tiere gleich gut»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 24.02.2020.
abspielen. Laufzeit 03:22 Minuten.
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Rückgang der toten Nutztiere Weshalb gibt es weniger Wolfsrisse im Kanton Bern?

  • Im Jahr 2019 wurden im Kanton Bern sechs Nutztiere Opfer von einem Wolf.
  • Im Jahr 2018 wurden noch 30 Tiere gerissen, 2017 gar 65.
  • Bei drei der vier Vorfällen im Jahr 2019 waren die Nutztiere nicht geschützt, meldet die Kantonsverwaltung am Montag.

Die Zahlen lassen die Vermutung zu, dass jene Tiere, die geschützt sind, nicht vom Wolf angegriffen werden. Erst wenn es beim Herdenschutz hapert, sind die Nutztiere in Gefahr. Stimmt das?

Herdenschutz in der Schweiz

Nutztierhalter sind im Tierschutzgesetz dazu verpflichtet, die eigenen Tiere angemessen zu schützen. Der Bauer darf also seine Schafe nicht einfach vom Wolf fressen lassen.

Wie er das verhindert, bleibt seine Entscheidung. Eine der effizientesten Methode stellt der Herdenschutzhund dar. Andere Massnahmen sind Zäune, Pferche, Netze, der Schutz durch Hirten, Tiere, oder akustische Warnsignale.

Martin Jutzeler, Herdenschutzbeauftragter des Kantons Bern, bejaht: «Wir gehen davon aus, dass der verbesserte Schutz der wichtigste Grund ist.» Es sei jedoch in jedem Jahr anders, was die Zahl der Wölfe angeht.

Wie viele Wölfe leben überhaupt im Kanton Bern?

Seit drei Jahren lebt der Wolfsrüde M76 im oberen Emmental und der Gegend um den Brienzergrat. Meldungen und genetische Nachweise lassen laut der Mitteilung des Kantons Bern darauf schliessen, dass im gleichen Gebiet keine weiteren Wölfe unterwegs waren.

Im Rest des Kantons sieht es anders aus: Es lasse sich nicht mit Sicherheit sagen, wie viele Wölfe im 2019 im Kanton Bern unterwegs gewesen seien, heisst es in der Mitteilung. Aufgrund von Beobachtungen und Rissen könne davon ausgegangen werden, dass es sicher zwei, möglicherweise aber auch vier Wölfe gewesen seien.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 Uhr; sda/kocm;gygm

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