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Ist es zu warm, bleiben die Kassen geschlossen.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 05.02.2020.
abspielen. Laufzeit 07:10 Minuten.
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Saisonniers erhalten kein Geld Schlechtes Wetter bringt kleine Skigebiete in die Bredouille

Regen und Sturm machen vor allem den tiefer gelegenen Skigebieten zu schaffen. Das spüren auch die Mitarbeitenden.

Die Kaisereggbahnen in den Freiburger Voralpen musste diese Saison den Betrieb schon mehrmals unterbrechen. «Das ist schwierig und deprimiert uns», sagt der Geschäftsführer Matthias Jungo.

Er ist seit drei Jahren im Skigebiet am Schwarzsee. Dieser Winter sei der schwierigste: «Dass wir sogar noch Ende Januar und Anfang Februar solch krasse Wärmeeinbrüche haben, ist schon aussergewöhnlich.»

Neben der Piste ist es fast grün.
Legende: Ist der Wind zu stark, kann auch nicht künstlich beschneit werden. Matthias von Wartburg/SRF

Oft ist es auch bei der Bergstation Kaiseregg auf 1750 Meter über Meer zu warm oder zu windig, um mit Schneekanonen zu beschneien. Sind die Pisten zu, bleibt nur noch der Schlitten.

Leidtragende sind die Saisonniers

Bei den Kaisereggbahnen am Schwarzsee arbeiten knapp 50 Saison-Angestellte. Bleiben die Lifte geschlossen, müssen die Mitarbeitenden daheim bleiben – ohne Lohn.

Eine von ihnen ist Michaela Dürrenmatt. Sie arbeitet seit drei Jahren bei den Kaisereggbahnen. Im Sommer an der Rodelbahn, im Winter am Skilift. «Klar ist es nicht schön, wenn wir daheim bleiben müssen, ich arbeite gerne hier und es macht auch mehr Spass, wenn alle Lifte offen sind.» Die finanziellen Einbussen in schlechten Monaten mache sie wett, wenn die Verhältnisse wieder besser seien, sagt sie.

Zwei Personen lachen, während Schnee fällt.
Legende: Freuen sich über den Neuschnee: Geschäftsführer Matthias Jungo und Saison-Angestellte Michaela Dürrenmat. Matthias von Wartburg/SRF

Die schlechte Wetterlage sei bei den Einnahmen deutlich zu spüren, sagt Jungo: «Im Januar konnten wir zum Beispiel erst ab dem 19. alle Pisten öffnen. Verglichen mit dem Januar 2019 ist unser Umsatz heuer um 30 Prozent tiefer.»

Es kann nicht sein, dass unser Sommergeschäft das Wintergeschäft finanzieren muss.
Autor: Matthias JungoGeschäftsführer Kaisereggbahnen

Wie viele schlechte Winter kann ein kleines Skigebiet wegstecken? «Wenn wir drei, vier schlechte Winter hintereinander hätten, müssten wir uns sicher Gedanken machen», sagt Matthias Jungo. Man investiere in den Winter. Es könne nicht sein, dass das Sommergeschäft das Wintergeschäft finanzieren müsse.

Schlechte Aussichten für das Wintergeschäft

Die Zahlen des Schweizer Lawinenforschungsinstituts zeigen, dass ein Skibetrieb auf dieser Höhe schon immer eine Herausforderung war. Was aber deutlich wird: Die Ausreisser nach unten mit wenig Schnee wurden in den letzten Jahre häufiger.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Eric Wuhrmann  (Eric Wuhrmann)
    Ja ist halt wieder mal so ein typische Schmuddelwinter, der nichts auf die Reihe kriegt. Gabs, gibt's und wird es wieder geben. Die letzten zwei Winter waren allerdings sehr gut. Man kann ja schon jammern, jedoch hilft es wenig, denn wegen dem wird es nicht schneien. Und ja es ist sowieso der Klimawandel ich weiss, aber wenn man das sagt schneit es ebenfalls nicht. Kurz gesagt es bleibt wie es ist, auch wenn wir das nicht mögen. Dieser Winter bringt nichts mehr, Grosswetterlage ist ungünstig.
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