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So wurde das Schloss Schadau in alte Zeiten zurückversetzt
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Schloss Schadau Thun Bei der Sanierung kam viel Überraschendes zum Vorschein

Die Stadt Thun hat das Schloss für 10 Millionen Franken sanieren lassen. Neu ist es auch ein Hotel.

Das Schloss Schadau am Thunersee erwacht aus einem 14-monatigen Dornröschenschlaf. Den grössten Teil der rund zehn Millionen Franken finanzierte die Stadt Thun selber. Eine Investition die sich gelohnt habe, findet Stadtpräsident Raphael Lanz. Thun als Marke werde gestärkt und die Stadt erhalte ein Baudenkmal.

Mit dem Schloss Schadau stärken wir die Marke von Thun als Stadt am Wasser.
Autor: Raphael LanzStadtpräsident Thun

Neu soll das Schloss für ein breites Publikum offen sein; für Tagestouristen in kurzen Hosen, wie auch für Geschäftsessen oder romantische Hochzeitsfeiern.

Kronleuchter, Stuck, Cheminée und Tapeten

Im Innern des Schlosses fühlt man sich ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Bei den Restaurierungsarbeiten habe man auf den Zeitgeist geachtet. «Am besten gearbeitet haben wir, wenn man gar nicht bemerkt, wo etwas gemacht wurde», sagt Architektin Anna Suter. Dies sei ein anspruchsvoller Prozess.

Ein solch altes Gebäude ist auch immer eine Wundertüte.
Autor: Anna SuterArchitektin

Damit dies gelinge, sei auch Glück nötig. Ein solches Gebäude sei eine Wundertüte. Man wisse nie, was zu Vorschein komme. Beim Schloss Schadau waren die Überraschungen positiv: So fanden sich unter Tapeten aus den 1980er-Jahren originale Wandmalereien. Es handelt sich dabei um sogenannte «tromp l`oeil», um optische Täuschungen. «Die Erbauerfamilie de Rougemont war sehr reich und konnte sich durchaus echten Marmor für die Wände leisten. Aber es entsprach dem damaligen Zeitgeist, die Handwerkskunst zu nutzen und etwa Gips so zu bemalen, dass er wie Marmor aussieht.»

Ein denkmalgeschütztes Schloss von 1850 in ein zeitgenössisches Hotel und Restaurant zu verwandeln, sei kein einfaches Unterfangen gewesen. «Wir standen vor der Herausforderung, Badezimmer in die Hotelzimmer einzubauen. Dafür legten wir kleinere Zimmer zusammen», sagt Architektin Anna Suter. Und so findet sich im einen oder anderen Zimmer nun ein Cheminée neben der Dusche.

Bei anderen Neuerungen musste der Denkmalschutz beide Augen fest zudrücken – etwa beim Einbau des Lifts in den alten Abort-Schacht. Durch den Lift werden die Hotelzimmer auch für Menschen mit einer Gehbehinderung erreichbar.

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