Schwarze Null in Thuns Budget «keine Selbstverständlichkeit»

Der Thuner Gemeinderat legt dem Stadtparlament ein ausgeglichenes Budget 2014 vor. Zum vierten Mal in Folge.

Die Einnahmen und Ausgaben belaufen sich auf je 294 Millionen Franken. Der Steuerfuss soll bei 1,72 Einheiten bleiben. Die Thuner Stadtregierung geht zwar davon aus, dass die Steuererträge 2014 tiefer ausfallen, als sie im Rechnungsjahr 2012 waren.

In einer Mitteilung spricht der Gemeinderat der Stadt Thun auch von einem höheren Personalaufwand, einem grösseren Sachaufwand und höheren Beiträgen an den Kanton.

Dass die Rechnung im Jahr 2014 gemäss Budget dennoch aufgehen soll, liegt laut Finanzverwalter Daniel Wegmüller an mehreren Faktoren. So werde Thun 2014 etwas weniger Abschreibungen tätigen müssen als auch schon. Zudem sei die Zinsbelastung tiefer als früher: Per Ende 2012 sanken die Schulden auf unter 100 Millionen Franken. Das ist so wenig wie seit langem nicht mehr. Zu verdanken sei dies auch den restriktiven Budgetvorgaben der Stadtregierung.

«Der Gemeinderat erachtet es nicht als Selbstverständlichkeit, dass er bei unveränderter Steueranlage ein ausgeglichenes Budget vorlegen kann»: So kommentiert Stadtpräsident und Finanzvorsteher Raphael Lanz das Budget. Im Communiqué der Stadt steht aber auch, der finanzielle Spielraum Thuns bleibe eng.