Landwirtschaft und Klimawandel Seeländer Bauern müssen mehr bewässern

Wenn das Klima ändert, betrifft das auch die Landwirtschaft. Wird es trockener, braucht's eine intensivere Bewässerung.

Wissenschaftler rechnen damit, dass die mittlere Temperatur in der Schweiz bis ins Jahr 2050 um 2 Grad - bis im Jahr 2100 um 4 Grad steigen wird. Dies bleibt nicht ohne Folgen.

Bewässerung muss intensiviert werden

Für die Landwirtschaft heisst das: Um die Kulturen mit ihren bisherigen Erträgen und Qualitäten zu erhalten, muss die Bewässerung intensiviert werden. Dies sagt die Klimawissenschaftlerin Annelie Holzkämper, die an der landwirtschaftlichen Forschungsstelle des Bundes Agroscope untersucht, wie sich der Klimawandel auf die landwirtschaftlichen Verhältnisse im Seeland auswirkt. Gleichzeitig könnte die Ressource Wasser knapper werden. Was tun?

Bewässerung geht ins Geld

Der Seeländer Landwirt Hanspeter Möri stellt sich darauf ein, dass er mit dem Wasser, welches er auf den tendenziell trockeneren Feldern ausgibt, haushälterischer umgehen muss. Denn: Bewässern geht ins Geld. «Die Frage ist, ob sich für mich das zusätzliche Bewässern rechnet oder nicht.» Bauer Möri steckt im Dilemma: weil nur ausreichend bewässerte Produkte jene Qualität aufweisen, welche ihm die Auftraggeber abnehmen.

Alternativen sind gefragt

Klimaforscherin Annelie Holzkämper meint, dass man sich im Seeland angesichts der Klimaveränderung auch nach Alternativen zu aufwändigen Bewässerungen mit Grund- oder Seewasser umsehen muss. Dazu gehören unter anderem das Aufstellen von Wasserspeichern oder das Verwenden von anderen, klimaresistenteren Sorten.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)