Sina singt «vertonte Alltagsgeschichten»

Die Walliser Mundart-Sängerin gibt Ende Februar ihr neues Album heraus: «Tiger & Reh». Im Regionaljournal spricht sie über persönliche Freiheit und Alltagsgeschichten, über Nachdenkliches und Augenzwinkern auf ihrer neuen CD.

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Bildlegende: Sina (r.) im Radiostudio mit SRF-Redaktorin Elisa Häni. Michael Sahli/SRF

Auf der CD seien viele Beobachtungen aus ihrem Leben, sagt Sina im Gespräch, auch Persönliches. «Eigentlich besteht die CD aus zwölf vertonten Alltagsgeschichten, die sich in den letzten anderthalb Jahren aufgedrängt haben».

Es sind Geschichten über Fernweh und das Hierbleiben, die Suche nach dem Glück und natürlich: die Liebe. «Ein Freund von mir spottet heute noch, dass ich ein ‹Grüezi› geheiratet habe und nicht einen Walliser», lacht Sina. Im Song «D'Mama weiss vo nix» nimmt sie augenzwinkernd die Ansprüche von Eltern auf die Schippe, die sich bei der Partnerwahl ihrer Kinder «etwas Standesgemässes» wünschen.

«  Bin musikalisch gut gelandet »

Sina

Auch ihr eigenes Weltbild jagt Sina in einem Lied zum Teufel: «Es geht darum, sich von Konventionen zu befreien und sich vorzustellen, wie das Leben wäre, wenn man alles anders machen würde.» Das tue manchmal gut, schmunzelt die 48-jährige Walliserin. Nachdenklich klingt Sina etwa im Lied «Där Himmel ob miär»: «Dass über 50 Millionen Menschen auf der Flucht sind - das beschäftigt mich.»

Das Glück in der Nähe

Im Stück «Komet» wünscht sich eine Frau, alles zurückzulassen und ein komplett neues Leben zu beginnen. Ob davon etwas autobiographisch ist? «Mit der Zeit spürt man, dass das Glück nicht so weit weg ist, wie man es vermutet. Aber dazu muss man einmal schauen gehen.» Etwas ganz anderes machen will Sina beruflich jedenfalls nicht: «Ich bin musikalisch gut gelandet.»

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