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Beat Schär: «Im Leben gehts halt nicht immer nur aufwärts»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 23.02.2020.
abspielen. Laufzeit 17:01 Minuten.
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Sonntagsgast Beat Schär Der Pilot fühlt sich auch als Kapitän auf dem Murtensee wohl

Er flog Kampfflugzeuge, gehörte zum Kader der Swissair und besitzt heute Schiffe auf dem Murtensee – Beat Schär.

Das Fliegen hat Beat Schär seit seiner Kindheit fasziniert – und für die Schweizer Luftwaffe ist er schliesslich alles geflogen: Vampire, Venom, Hunter, Mirage und Tiger. Einzig den Kampfjet F/A-18 hat er nie gelenkt.

Denn vorher wurde Schär von der Swissair abgeworben. «Man kennt sich in der Flugszene. Deshalb fühlte ich mich geehrt, von einer derart stolzen Fluggesellschaft abgeworben zu werden», erzählt Schär Jahrzehnte später.

Beat Schär war militärischer und ziviler Berufspilot und auch Kommandant des Überwachungsgeschwaders der Armee. Er war auch Fluglehrer und absolvierte ein Volkswirtschafts-Studium.

Bei der Swissair musste ich einige Krisen durchstehen.
Autor: Beat SchärUnternehmer aus Murten

1995 stiess er zur Swissair und war für den ganzen Flugbetrieb zuständig. Nach der Entlassung von Konzernchef Philippe Bruggisser wurde er im Januar 2001 vorübergehend zum CEO der Swissair. Im September musste er als CEO gehen, André Dosé übernahm das Ruder. Die Fluggesellschaft groundete schliesslich im Oktober 2001.

Halifax – ein düsteres Kapitel

In Schärs Zeit bei der Swissair fallen diverse Krisen. Unter anderem der Swissair-Absturz in Halifax im September 1998. Beat Schär leitete die Krisenorganisation. «Der Absturz war wohl das düsterste Kapitel in meiner beruflichen Karriere», sagt er. Beim Flugzeugabsturz starben 229 Menschen.

In Schärs Swissair-Zeit fallen jedoch auch die Terroranschläge vom 11. September 2001 in Amerika. Für die gesamte Luftfahrt begann damit eine neue Zeitrechnung.

Halt in der Familie

Rückblickend sagt Schär heute im Interview: «Es ist erstaunlich, dass ich an den beruflichen Krisen nicht zerbrochen bin.» Zu verdanken habe er dies vor allem seiner Frau – auch sie eine Oberaargauerin – die ihm Rückhalt gegeben habe. «Die Familie ist in dieser Zeit oft zu kurz gekommen.»

Heute, im Alter von 74 Jahren, fliegt Schär nicht mehr. Heute gehört seiner Firma auf dem Murtensee ein historisches Fahrgastschiff, die MS Murten. Damit ist er für Firmen und Vereine, Familien und Gruppen auf den Juraseen unterwegs. «Das Element Wasser hat mich auch immer fasziniert», so Schär. Als Pensionär die Beine hochzulegen, das kann er sich nicht vorstellen. «Wer rastet, der rostet.»

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