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Sparpaket im Kanton Bern Gemeinden sollen schulische Brückenangebote mitfinanzieren

Der Kanton bezahlt die Lehrkräfte an berufsvorbereitenden Schuljahren. Nun sollen die Gemeinden mitzahlen.

Schüler verlassen Schulzimmer
Legende: Jeder zehnte Jugendliche im Kanton Bern entscheidet sich für ein Brückenjahr. Keystone

Im Gegensatz zu Lehrpersonen an der Volksschule erhalten Lehrerinnen und Lehrer, die berufsvorbereitende Schuljahre unterrichten, ihren Lohn vollumfänglich vom Kanton. Das soll sich nun ändern. Die Kantonsregierung legt ein Modell vor, an dem sich die Gemeinden mit insgesamt 30 Prozent an den Gehaltskosten der Lehrpersonen beteiligen. Damit soll die Staatsrechnung um jährlich rund zehn Millionen Franken entlastet werden.

Das Interesse am Brückenjahr nimmt ab

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Jeder zehnte Jugendliche im Kanton Bern entschied sich 2018 für ein Brückenjahr. Vor zehn Jahren war das Interesse noch deutlich grösser: Jeder fünfte Jugendliche entschied sich für ein solches Angebot.

Der Regierungsrat hat sich bei der Finanzierung für eine Mischvariante entschieden, wie Erziehungsdirektorin Christine Häsler (Grüne) vor den Medien ausführte. An das allgemeinbildende Berufsvorbereitungsjahr sollen die Gemeinden pro Kopf mitbezahlen. Denn hier hätten die Gemeinden via Lehrkräfte einen gewissen Einfluss auf die Zuweisungen. Ziel sei es, dass noch mehr junge Leute direkt den Einstieg in eine Lehre oder eine Mittelschule schafften, wie Häsler sagte.

Solidarische Finanzierung der Integrationsklasse

Keinen Einfluss haben die Gemeinden auf die Zuwanderung und die Anzahl Jugendliche mit Flüchtlingsstatus, die primär Integrationsangebote besuchen. Hier strebt der Regierungsrat eine solidarische Finanzierung gemessen an der Wohnbevölkerung an. Damit sollen Gemeinden mit einem höheren Anteil an Flüchtlingen nicht benachteiligt werden.

Das Berner Kantonsparlament, der bernische Grosse Rat, wird im November über die entsprechende Gesetzesänderung befinden. Die Gemeinden dürften wenig erfreut sein, dass ihnen Mehrlasten aufgebrummt werden könnten. Der Gemeindeverband wehrte sich beim Entlastungspaket gegen die Sparmassnahme.

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