Stadt Bern benötigt Kredit für Gemeinwesenarbeit

Weil der Kanton die Gemeinwesenarbeit nicht mehr mitfinaziert, muss die Stadt Bern dafür tiefer in die Tasche langen. Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat einen Nachtragskredit über 1,9 Millionen Franken.

Finanzierungslücke: Familientreff Bern und andere gemeinnützige Berner Organisationen.  Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Kanton will nicht mehr zahlen. Zum Beispiel für den Familientreff Bern. Nun muss die Stadt selber dafür aufkommen. zvg

Diese Institutionen leisten in Bern Dienste am Gemeinwesen: Die Vereinigung für Beratung, Integrationshilfe und Gemeinwesenarbeit (vbg), das Mütternzentrum Bern West, der Familientreff Bern, das Gemeindehaus Burgfeld, die Spysi.

Um diese Angebote weiterhin aufrechterhalten zu können, braucht der Gemeinderat 1,9 Millionen Franken. Er beantragt dem Stadtparlament deshalb einen entsprechenden Nachtragskredit.

Grund für diesen zusätzlichen Finanzbedarf ist der Umstand, dass der Kanton aus Spargründen nicht mehr bereit ist, diese Angebote über den Lastenausgleich mitzufinazieren.

Die Stadt Bern hat gegen diesen Entscheid Beschwerde eingelegt. Begründung: der Kanton dürfe sich nicht so kurzfristig aus seiner Verpflichtung zurückziehen. Je nach Ausgang des Verfahrens muss die Stadt selber für die Finanzierung aufkommen.